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E-Mobilität: Anzahl der Ladepunkte in Deutschland zu gering

Während es in Deutschland 14.500 Tankstellen für Benzin und Diesel gibt, sind es für die E-Autos bisher 4.730 Ladesäulen mit 10.700 Ladepunkten. Das klingt viel, weil nicht mal 1% der Fahrzeuge in Deutschland E-Autos sind, ist es aber tatsächlich nicht, weil die Entfernungen zwischen den Ladesäulen teilweise zu lang sind, sodass es mit der Restenergie sehr knapp werden kann.

Die Kommunen halten sich aus Kostengründen zurück, die Mineralölkonzerne konzentrieren sich immer noch auf Benzin und Diesel, die Energieversorger wollen gerne ausbauen, scheuen aber den bürokratischen Akt der Inbetriebnahme. Die Genehmigungsverfahren sind in jedem Bundesland unterschiedlich.

Beispiel: An den Autobahnen braucht man eine Genehmigung der jeweiligen Landesbaubehörde und eine sogenannte verkehrsrechtliche Anordnung der zuständigen Autobahnmeisterei. Zusätzlich müssen Fachleute die elektrische Anlagen abnehmen und die Bundesnetzagentur über den neuen Ladepunkt informiert werden. Mal ist für die eine Behörde der Parkplatz einer Autobahnraststätte kein Teil der Autobahn, mal ist er Teil der Autobahn, mit entsprechend unterschiedlichen Genehmigungswegen. Es kann passieren, dass genehmigte und betriebsbereite Ladesäulen erst ein halbes Jahr später in Betrieb gehen können, bis alle Behörden zugestimmt haben.

Insgesamt, so ein Energieversorger, fehlt es an standardisierten Genehmigungsprozessen.

Die Mineralölkonzerne, von den die größten mit knapp 7.250 Tankstellen die Hälfte aller Tankstellen stellen, halten sich zurück: es gibt bundesweit nur 60 Tankstellen mit Ladesäulen.

Stand: 23.09.17, Die Welt, https://edition.welt.de/issues/168824766/wirtschaft/article/168950235

 

E-Mobilität: Engpass bei Ladestationen in Oslo

Norwegen gilt als Vorreiter für den Wechsel von Verbrennunsgmotoren auf Elektromotiren. Der Prozentsatz neu zugelassener E-FAhrzeuge liegt bei 35%, in Oslo soganr bei 40%. 50.000 Elektro- und 30 000 ladbare Hybridfahrzeuge sind im Großraum Oslo registriert, für die es 1300 kommunale Ladestationen gibt.

Da 60% der Osloer in Mietwohnungen wohnen, kommt es zu Ladeengpässen. Die Kommunen wollen nun nicht nur die Anzahl der Ladestationen erhöhen, sondern auch eine bessere Technik implementieren, damti sich die Ladezeit verringert.

Die Elektrowagenvereinigung rät Autofahrern in Oslo ab, sich ein neues E-Auto zu kaufen, wenn sie nicht die Möglichkeit haben, es zu Hause zu laden, weil die Kommunen nicht mit der Installation der Ladestationen nachgekommen sind.

Norwegen gewährt den Käufern von E-Autos viele Steuervorteile: Mehrwertsteuer, Importsteuer und Kfz-Steuer werden nicht erhoben, daher ist der Kaufpreis reduziert: für einen VW Golf zahlt man anstelle von 32000 EUR (Benziner) nur 27000 Euro (E-Auto). Zusätzlich gibt es weitere Vorteile: kostenloses Parken und Laden in vielen Kommunen und keine Mautgebühren.
Das Ziel der Regierung: bis 2025 sollen alle neu zugelassenen Fahrzeuge Nullemissionsfahrzeuge sein.

Stand: 19.09.17, Rhein-Neckar-Zeitung, S. 27

 

E-Mobilität: Volkswagen investiert hohe Summen

Zum Auftakt der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt kündigte VW an, bis zum Jahr 2025 insgesamt 80 E-Modelle anbieten zu wollen, 50 als reine Elektrofahrzeuge, 30 als Hybride, als mit Elektro- und Verbrennungsmotor.
Und schon 2030 soll es mindestens eine E-Variante pro Modell geben, Volkswagen bietet insgesamt 300 Modelle an. Die Investitionen dazu betragen 20 Milliarden Euro, die in zwei völlig neu entwickelte Elektroplattformen fließen werden, sowie in Werksumbauten, Mitarbeiterqualifizierung und Lade-Infrastruktur.
Für 50 Milliarden Euro sollen Batteriezellen gekauft werden. Dies entspricht einem Volumen von 150 Gigawattstunden pro Jahr bis 2025, die Ausschreibung nach Partnern in Asien, Nordamerika und Europa hat bereits begonnen.

Stand: 12.09.17, Die Welt, https://edition.welt.de/issues/168495552/wirtschaft/article/168550271

 

Diesel: Für Porsche bleibt der Dieselmotor vorerst unverzichtbar

Im Zuge der der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt ließ Porsche verlauten, dass der Diesel einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der CO2 Ziele leiste und zukünftig weiterhin für einige Modelle verwendet wird. Die Dieselmotoren sind keine eigene Porsche-Fertigung, sondern kommen von der Konzerntochter Audi. Jeder zweite Porsche-Viertürer - Cayenne, Macan oder Panamera in Deutschland und Europa hat einen Dieselantrieb.

21.500 Vorgängermodelle des 3-Liter Porsche Cayenne müssen per Software-Update nachgerüstet werden. Mittlerweile ist ein Zulassungsverbot für diese Modelle durch das Bundesverkehrsministerium ausgesprochen worden.

Stand: 12.09.17, Die Welt, https://edition.welt.de/issues/168495552/lokales/article/168546442

 

Diesel: Strafgebühren für Diesel SUV?

Die Deutsche Umwelthilfe (DHU) fordert bei der Zulassung von Diesel Geländelimousinen (SUV) in Zukunft eine Strafgebühr. Als Beispiel zieht DUH-Chef Jürgen Resch Skandinavien heran, wo eine hohe Gebühr fällig wird, wenn ein SUV mit hohem Verbrauch angemeldet wird.

Auf der anderen Seite erhält derjenige vom Staat Prämien, der ein E-Auto zulässt. Dies könne auch für Deutschland ein gutes Modell sein. Um die Automobilindustrie zu emissionsarmen und spritsparenden Fahrzeugen zu bewegen, fordert er auch ein Ende der steuerlichen Begünstigung von Dieselkraftstoff.

Stand: 11.09.17, Die Welt, http://www.spiegel.de/auto/aktuell/dieselaffaere-deutsche-umwelthilfe-fordert-strafgebuehr-fuer-diesel-suv-a-1167028.html

 

Diesel: Nachfrage nach Dieselfahrzeugen sinkt weiter

Der Marktanteil der Diesel wird in diesem Jahr auf knapp 20 Prozent fallen und liegt voraussichtlich für 2017 fast neun Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von knapp 29 Prozent.

Für die Hersteller hat dies zwei negative Effekte. Es wird zum einen schwieriger, die CO2-Ziele für ihre Fahrzeugflotten einzuhalten, da sich der Markt hin zu Benzinern verschiebt, die durchschnittlich einen 15 Prozent höheren CO2-Ausstoß aufweisen und - die Produktionskosten pro Fahrzeug steigen, da die Kostenvorteile durch die bislang große Zahl von nachgefragten Selbstzündern immer weiter zusammenschrumpfen würden.

Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist weiter mit einer sinkenden Nachfrage zu rechnen, da hier fast ausschließlich Privatkäufer tätig sind. Dadurch sind bereits in den vergangenen Monaten die Preise für gebrauchte Dieselautos gesunken.

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ergab, dass über 80 Prozent der Händler wegen der sinkenden Preise für Diesel-Gebrauchtwagen um die Existenz ihres Unternehmens fürchten.

Stand: 10.09.17, Die Welt,http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article168505620/Die-Deutschen-kaufen-keine-Diesel-mehr.html

 

E-Mobilität: Jaguar wird elektrisch

Großbritanniens größter Autohersteller Jaguar Land Rover (2016: 550.00 Fahrzeuge) wird ab 2020 sämtliche neuen Modelle mit einem Elektroantrieb ausstatten, neben reinen Elektrofahrzeugen werden dies auch Plug-in-Hybride und milde Hybride mit 48-Volt-Elektrosystem sein, also Fahrzeuge, die zwischen konventionellem Verbrennungsmotor und Elektroantrieb wechseln.

Jaguar Land Rover, eine Tochter des indischen Tata-Konzern, baut bis jetzt noch ausschließlich Verbrennungsmotoren, daher scheint dieses Ziel sehr ambitioniert. 2018 soll der SUV Jaguar I-Pace als erstes echtes Elektrofahrzeug angeboten werden.
Die Ankündigung der britischen Regierung ab 2040 keine Dieselmotoren mehr zuzulassen, kritisiert Konzernchef Speth scharf. Es fehlt nach seiner Ansicht das Netzwerk an Ladestationen und das Energienetz um dieses Vorhaben umzusetzen.

Stand: 09.09.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article168446145/Die-Raubkatze-schnurrt-bald-elektrisch.html

 

Diesel: Jobverluste drohen durch Fahrverbote

Frankreich und Großbritannien wollen 2040 den Dieselmotor verbannen, die Grünen in Deutschland 2030, Greenpeace schon 2025. Aus Sicht der Gewerkschaften und Betriebsräte setzt man damit massiv Arbeitsplätze aufs Spiel, denn auf Dieselmotoren wird auch in Zukunft nicht verzichtet werden können. Sie werden nötig sein für z.B. Schiffe, Arbeitsfahrzeuge und -geräte in der Landwirtschaft und bei LKW. Nicht der Motor selbst sei das Problem, sondern die Betrüger.

Für Elektroautos würden viel weniger Teile benötigt und laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) würde der technologische Wandel mindestens 620.000 Arbeitsplätze kosten. Eine Lösung wäre, einen möglichst großen Teil der Wertschöpfung beim Elektroauto wieder in Deutschland anzusiedeln. Dies könnte die Produktion eigener Batteriezellen sein, die z.B. Daimler jedoch wieder einstellte, weil eine Fertigung in Deutschland sich als nicht wettbewerbsfähig gezeigt hat. VW plant in Salzgitter eine Zellfertigung anzufahren, fraglich ist, ob es zu einer Serienproduktion kommen wird.

Stand: 07.09.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article168396010/Angst-vor-dem-grossen-Jobabbau-nach-Diesel-Aus.html

 

Diesel: Sind Fahrverbote noch zu vermeiden?

Nach dem Dieselgipfel mit den Kommunen hat die Bundesregierung einschließlich der von der Autoindustrie zur Verfügung gestellten 250 Millionen die Finanzmittel auf eine Milliarde Euro aufgestockt. Diese sollen dazu verwendet werden, die Fuhrparks der Städte auf emissionsfreie Fahrzeuge umzustellen, den ÖPNV auszubauen oder umweltfreundlichere Verkehrssysteme zu entwickeln.

Dennoch könnte schon ab 2018 die Sperrung der Innenstädte für Diesel von den Verwaltungsgerichten verfügt werden, wie das Stuttgarter angekündigt hat, sollten die Maßnahmen nicht zu einer deutlichen Minderung insbesondere der Stickoxide führen.

Insbesondere München und Stuttgart sind von Fahrverboten bedroht. Während Stuttgart Ulm mit 0,77 Ladepunkten pro 1000 Einwohner in der Statistik folgt, liegt München erst an zehnter Stelle mit 0,05 Ladepunkten pro 1000 Einwohner. Zum Vergleich mit dem europäischen Ausland: Oslo hat 2,1 Ladepunkte, Amsterdam 2,46 Ladepunkte pro 1000 Einwohner.

Stand: 05.09.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article168307301/Verzweifelter-Kampf-gegen-Fahrverbote.html

 

Diesel: Fahrverbot gefährdet die Versorgung der Städte

Vor dem Dieselgipfel am Montag warnen führende Wirtschaftsverbände vor Dieselfahrverboten für Lieferwagen und kleinen Lkw in den Städten. Für die gesamte Wirtschaft würden hohe Belastungen durch Wertminderung der Fahrzeuge, erhebliche Umwege und Beeinträchtigungen bei Versorgung der Städte eintreten. Die Fahrzeugflotten sind teilweise erst ein Jahr alt.

Die Wirtschaftsverbände reagieren damit auf die von der DHU angestoßenen Klagen gegen einige Kommunen. Insbesondere kleine und mittelständische Betriebe wie Handwerker und Dienstleister wären davon betroffen. Sie müssen bei Kauf eines neuen Fahrzeugs darauf vertrauen können, dass Dieselfahrzeuge, die sie mit gültigen Euro-Normen erworben haben, auch mit einer üblichen Laufzeit eingesetzt werden können.

Gefordert wird, dass die Städte ihre Bemühungen über die Software-Updates, den Mobilitätsfond und den Kaufprämien hinaus erhöhen und sich für eine intelligente, vernetzte Infrastruktur mit moderner Verkehrsführung, innovativen Parkleitsystemen und intelligenten Ampelschaltungen stark machen. Die Erneuerung kommunaler Flotten und Steigerung der Attraktivität würde am stärksten zur Luftreinhaltung beitragen.

Stand: 03.09.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article168261582/Fahrverbot-wuerde-Stadt-Versorgung-beeintraechtigen.html

 

Stickoxid: Verringerung von Stickoxiden führt zu Erhöhung von Feinstaubausstoß

Dies ist wegen des komplexen Themas ein unveränderter Auszug aus dem u.g. Artikel:

So glaubt Professor Matthias Klingner, der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Dresden, dass die Politik auf dem Holzweg ist, wenn sie sich von der Deutschen Umwelthilfe weiter vor sich hertreiben lässt: "Die jetzt geforderten und extrem aufwendigen Nachrüstungen der Dieselfahrzeuge zur Stickoxid-Reduktion werden das Problem nicht grundlegend lösen", warnt Klingner. Er schlägt einen anderen, erstaunlich einfachen Ansatz vor: Um den Grenzwert für Stickoxide einzuhalten, müsse der Grenzwert für einen anderen Schadstoff einfach gelockert werden.

Was zunächst widersprüchlich klingt, erweist sich bei genauerer Betrachtung als plausibel. Bei dem Schadstoff, dessen Grenzwert Klingner lockern möchte, handelt es sich um Feinstaub. Diese mikroskopisch kleinen Rußpartikel standen bislang im Mittelpunkt der Anstrengungen zur Luftreinhaltung. Die Autohersteller haben die Motoren ihrer Neuwagen über Jahre auf eine hohe Betriebstemperatur optimiert, sodass sie möglichst wenig Feinstaub ausstoßen.

Nur: Ein auf Feinstaub-Vermeidung optimierter Motor produziert in der Brennkammer automatisch mehr Stickoxide, das lässt sich physikalisch gar nicht vermeiden. Die politische Vorgabe, Feinstaub und Stickoxide gleichzeitig zu reduzieren, ist somit technisch nicht leistbar. Es gilt die sogenannte Ruß-NOx-Schere, wobei NOx für die Stickoxide steht. Wird der Motor so eingestellt, dass der Kraftstoff bei hohen Temperaturen verbrennt, bleiben zwar weniger Rußpartikel übrig, es wird zugleich aber mehr von dem in der Luft enthaltenen Stickstoff zu Stickoxid umgewandelt. Klingner sagt: "Die strengen Grenzwerte für Feinstaub sind letztlich die Ursache für die punktuell hohen Stickoxid-Werte in vielen Städten."

Klingners Institut hat zudem festgestellt: "Die Spitzen bei der Feinstaub-Belastung in Städten werden vor allem durch das Wetter erzeugt. Dieselfahrzeuge hingegen haben nur einen marginalen, kaum messbaren Einfluss auf die Feinstaubkonzentration." Dramatische Folge dieser Analyse: Die offensichtlich unsinnigen Feinstaub-Grenzwerte für Kraftfahrzeuge könnten aufgegeben werden, ohne dass es zu einer messbaren Umweltbelastung käme. Das Stickoxid-Problem des Diesels löst sich damit von selbst, sagt Klinger: Denn "dann können die Motoren so eingestellt werden, dass der Treibstoff bei geringeren Temperaturen verbrennt und damit weniger Stickoxide als Abgase entstehen."

Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sind also aus wissenschaftlich-technischer Sicht unnötig. Die elegante und preiswerte Methode, das Stickoxid-Problem aus der Welt zu schaffen, hat höchstens ein politisches Problem: Regierungsverantwortliche waren immer gut darin, Umweltgrenzwerte einzuführen, die Abschaffung von offensichtlich unsinnigen Grenzwerten ist ihnen hingegen noch nie gelungen. Klingner findet, die Politik sollte es dennoch versuchen. Die Bundesregierung sollte in einer unabhängigen Untersuchung den Zusammenhang zwischen natürlichem und verkehrsbedingtem Feinstaub sowie der Stickoxid-Konzentration noch einmal überprüfen, sagt der Dresdner Institutsleiter. Danach sollte sich Berlin auf Basis verlässlicher Aussagen in Brüssel für eine Lockerung der Feinstaub-Grenzwerte einsetzen.

Entstanden ist das Diesel-Debakel vielleicht überhaupt nur durch ein unglückliches Timing. Klingners Untersuchung erschien zwar bereits vor zehn Jahren. Nur zwei Wochen vorher allerdings hatte das Kabinett bereits einen Beschluss zur Plakettenregelung für Umweltzonen gefasst. "Ein Mitglied der damaligen Bundesregierung sagte mir, es hätte diesen Kabinettsbeschluss wahrscheinlich nicht gegeben, wenn die Ergebnisse der Studie schon vorgelegen hätten", sagt Klingner.

Nebenbei plädiert Klingner dafür, mögliche Gesundheitsrisiken durch Luftschadstoffe in Studien zu untersuchen. Das gilt insbesondere für Alarmmeldungen der Deutschen Umwelthilfe, einer Lobbyorganisation, die selbst aus der Sicht von Bundesumweltministerin Hendricks "zum Skandalisieren neigt". So glaubt offenbar auch Fraunhofer-Forscher Klingner, dass die Gesundheitsgefahren von Stickoxid und Feinstaub aufgebauscht sein könnten: "Die bisherigen Warnungen, in Deutschland würden jedes Jahr 80.000 Menschen an den Folgen der Feinstaub-Belastung sterben, basieren auf fragwürdigen Hochrechnungen, die sich auf Daten aus den USA stützen", sagt der Experte: "Das gilt auch für angeblich 64.000 Opfer von Stickoxiden im Jahr."

Ohnehin muss sich die Deutsche Umwelthilfe fragen lassen, ob sie nicht zu dem Dilemma der Motorenbauer beigetragen hat: Sie selbst hatte stets gefordert, die Umweltzonen möglichst "scharf" zu stellen – also nur noch feinstauboptimierte Fahrzeuge in die Innenstädte zu lassen. Trotz der Einführung von Umweltzonen und dem Einbau von Rußfiltern erhöhten sich danach die Stickoxid-Werte in einigen städtischen Straßenzügen. Selbst Deutschlands Öko-Hauptstadt Freiburg verzweifelte an der physikalisch unlösbaren Aufgabe, Stickoxide zu verringern, ohne zugleich die Feinstaubwerte zu erhöhen.

Der ADAC hielt die Einführung von Umweltzonen schon im Jahre 2010 für einen "Fehlschlag" und "Augenwischerei". Ein Vergleich der Luftqualität in Städten mit und ohne Umweltzone hätte keine relevanten Unterschiede bei der Feinstaub-Belastung ergeben, sogar das Umweltbundesamt äußerte Zweifel an der Wirksamkeit. Doch physikalische Gesetzmäßigkeiten hielten die Deutsche Umwelthilfe schon damals nicht davon ab, eine "Blaue Plakette" für Umweltzonen zu fordern. Die sollte für das Unmögliche stehen: einen niedrigen Ausstoß von Feinstaub und Stickoxiden zugleich.

Stand: 26.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article168021309/Der-Feinstaub-Fehlalarm.html

 

Stickoxid: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will Kommunen zu Maßnahmen zwingen

Weil in mehr als 60 Städten laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Stickstoffdioxid-Grenzwerte um mehr als zehn Prozent überschritten werden, will die Organisation die für die Luftreinhaltung zuständigen Behörden auffordern, binnen vier Wochen verbindlich wirksame Maßnahmen wie Diesel-Fahrverbote zu erklären, ansonsten werden weitere Rechtsverfahren geprüft und gegebenenfalls kurzfristig eingeleitet.
Im Straßenverkehr dürfen europaweit 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter im Jahresmittel nicht überschritten werden. 18 Mal im Jahr darf der Spitzenwert höher als 200 Mikrogramm liegen.

Eine Liste der Kommunen, gegen die die DUH vorgehen will:
(In Klammern steht der dort ermittelte Jahresmittelwert Stickstoffdioxid in Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahr 2016)

• Baden-Württemberg: Heilbronn (57), Backnang (56), Esslingen am Neckar (54), Ludwigsburg (53), Mühlacker (49), Ravensburg (49), Herrenberg (49), Tübingen (48), Leinfelden-Echterdingen (47), Leonberg (47), Pleidelsheim (47), Mannheim (46), Heidenheim an der Brenz (44), Kuchen (44)
• Bayern: Nürnberg (46), Augsburg (46)
• Hamburg (62)
• Hessen: Marburg 47, Gießen (44)
• Niedersachsen: Hannover (55), Oldenburg (50), Osnabrück (48), Hildesheim (44)
• Nordrhein-Westfalen: Düren (60), Hagen (51), Dortmund (51), Bochum (50) Paderborn (50), Wuppertal (49), Bielefeld (49), Siegen (48), Oberhausen (48), Hürth (47), Leverkusen (45), Herne (45), Witten (45), Neuss (45), Mülheim an der Ruhr (45), Schwerte (44), Mönchengladbach 44
• Rheinland-Pfalz: Ludwigshafen (46),
• Sachsen: Dresden (45)
• Sachsen-Anhalt: Halle (46),
• Schleswig-Holstein: Kiel (65), Norderstedt (44)

In diesen Städten hat die DUH bereits geklagt: Stuttgart (82), München (80), Reutlingen (66), Köln (63), Limburg a.d. Lahn (60), Düsseldorf (58), Darmstadt (55), Wiesbaden (53), Mainz (53), Berlin (52), Frankfurt am Main (52), Offenbach am Main (51), Essen (51), Bonn (49), Aachen (49), Gelsenkirchen (48)

Stand: 24.08.17, Spiegel Online, http://www.spiegel.de/auto/aktuell/luftverschmutzung-in-diesen-staedten-leitet-die-duh-verfahren-ein-a-1164368.html

 

Diesel: Warten auf den 6d Dieselmotor?

Die Bundesregierung empfiehlt ihren Bürgern, den Kauf eines Diesels zu verschieben, bis die neuen Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 6d auf den Markt kommen, voraussichtlich im September. Nur dann können die Bürger wirklich sicher sein, dass sie nicht irgendwann von einem Fahrverbot betroffen sein werden, erklärt das Bundesumweltministerium.
Das schädigt nicht nur die Autoindustrie, sondern auch die Käufer, deren neuer Euro 6 Diesel, im Glauben, dass er sauber ist, nun einen gehörigen Wertverlust verzeichnen wird.
Die 6d-Variante unterscheidet sich zwar nicht völlig vom normalen Euro 6, allerdings werden die Fahrzeuge dafür nicht mehr nur auf dem Rollenprüfstand getestet, sondern unter Realbedingungen auf der Straße. Das Ergebnis wird sein, dass die Euro normalen Euro 6 Fahrzeuge an Wert verlieren und ein Fahrverbot nicht ausgeschlossen ist. Eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) belegt, dass die Wirkungen der Software-Nachrüstung von Euro5 und Euro 6 Fahrzeugen nicht ansatzweise ausreichen, um die strengen EU-Grenzwerte für Stickoxide im Verkehr zu erreichen.

Dass nun vorzeitig reale Fahrwerte, sogenannte Real Driving Emissions (RDE), getestet werden, gehört zu den Folgen des vom Volkswagenkonzern ausgelösten Skandals um manipulierte Abgaswerte. VW hatte die Software der Motorensteuerung so programmiert, dass sie die Fahrzyklen auf dem Rollenprüfstand erkannte und nur während der Testphase die Grenzwerte für Stickoxide einhielten.

Stand: 24.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167944577/Wie-die-Stickoxide-zum-Problem-aufgeblasen-werden.html , http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167940127/Ein-einziger-Diesel-kommt-durch.html

 

Diesel: Der Diesel ist nicht mehr die Stickoxid-Schleuder

Die Stickoxid-Emissionen sind in allen Bereichen, besonders im Verkehr um 70 Prozent gesunken, trotzdem wird daraus ein großes Umweltproblem gemacht. Dabei darf der Grenzwert für Stickoxide am Arbeitsplatz um das 23-fache höher liegen als im Verkehr, obwohl wir in der Regel 8 Stunden am Arbeitsplatz verbringen und eine wesentlich kürzere Zeit im Freien.
Nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation WHO und der EU-Kommission im deutschen Straßenverkehr ist im Jahresdurchschnitt eine Höchstgrenze von 40 Mikrogramm Stickoxid einzuhalten. Am Arbeitsplatz darf der Grenzwert jedoch 950 Mikrogramm erreichen, fünf Tage die Woche, acht Stunden am Tag. So legen es die "Technischen Regeln für Gefahrenstoffe" (TRGS) für Deutschland nach den Vorschlägen der mit Wissenschaftlern besetzten "MAK-Kommisson" fest.

Viele Jahrzehnte war der Diesel für die Umwelt ein Problem, die neueste Generation und nach den neuesten Tests scheint dies nach Meinung führender Wissenschaftler weitgehend gelöst zu sein und der Diesel nur noch eine geringe Bedeutung für die Stickoxidbelastung haben.

Stand: 22.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167875993/Hysterie-in-der-Diesel-Debatte.html

 

Diesel: Deutschland hinkt anderen europäischen Ländern hinterher

Auch wenn viele kleine und große Zulieferer vom Verbrennungsmotor abhängig sind, der Strukturwandel in Deutschlands wichtigster Branche wird sich nicht aufhalten lassen.
Experten und selbst Automanager, im vertraulichen Gespräch, lassen wissen, dass es ohne die Nachrüstung mit neuen Bauteilen keine ausreichende Reduktion der Schadstoffe geben wird. Statt also in neue Technologien zu investieren, überbieten sich die Autohersteller mit Rabatten nicht selten auch für neue Dieselfahrzeuge anstatt reinen E-Fahrzeugen oder Hybriden.
Anders sieht es in Frankreich und Großbritannien aus: dort haben sich die Regierungen auf einen Ausstieg im Jahr 2040 festgelegt, China treibt als wichtigster Automobilmarkt mit einer E-Autoquote den Wandel voran, und in Norwegen gibt es dank massiver staatlicher Förderung längst den weltweit höchsten Elektroanteil bei den Neuzulassungen.

Stand: 21.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167838332/Sogar-China-steigt-bei-E-Autos-schneller-um-als-Deutschland.html

 

Diesel: Automobilindustrie widerspricht der Argumentation der Deutschen Umwelthilfe

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat eine Rechnung aufgestellt, die den Aussagen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) widerspricht. Der Berechnung liegen die Software-Updates für Millionen Diesel-Fahrzeuge, die im Anschluss ausgelobten Umstiegsprämien der Hersteller sowie die "natürliche Bestandserneuerung", also den ohnehin zu erwartenden Umstieg vieler Halter von alten auf neue Fahrzeuge zugrunde. Der VDA geht davon aus, dass durch die Softwareupdates die Emissionen je Fahrzeug im Schnitt um 27,5 Prozent verringert. Allein das soll der Rechnung zufolge etwa die Hälfte der NOx-Verringerung im gesamten Straßenverkehr bringen. Grundlage der Berechnungen sind Werte des Umweltbundesamtes zum realen Emissionsverhalten der Fahrzeuge auf der Straße.
Die andere Hälfte entstehe als Folge von Umstiegsprämien und natürlicher Veränderung im Bestand. Von zuletzt knapp 6,5 Millionen Diesel-Fahrzeugen mit der Abgasnorm Euro 4 und älter sollen bis Anfang 2019 nur noch gut 4,6 Millionen übrig sein, prognostiziert der VDA. Im Gegenzug soll die Zahl der Euro-6-Diesel von rund 2,7 Millionen auf rund 4,8 Millionen steigen.

Stand 19.08.17, Rhein-Neckar-Zeitung, http://e-paper.rnz.de/eweb/printcontent/rnz/2017/08/19/hd/23/1490028/

 

Diesel: Abwrackprämien für Dieselfahrzeuge

Den Rabatt bekommt man nur, wenn man ein altes Dieselfahrzeug der Abgasklassen Euro 1, Euro 2, Euro 3 oder Euro 4 verschrottet und gleichzeitig ein neues Modell des Herstellers kauft, der die Prämie zahlt. Bei den meisten Herstellern kommt es nicht darauf an, ob auch das vorherige Fahrzeug schon vom gleichen Hersteller war, der Rabatt wird auch gewährt, wenn ein altes Dieselauto einer anderen Marke verschrottet wird.
Toyota: 2000 Euro plus weitere 2000 Euro beim Kauf eines Hybrid-Modells. Der 4000-Euro-Bonus gilt für die Hybridvarianten des Yaris, Auris und Auris Touring, des RAV4 und C-HR.
BMW: Rabatt von bis zu 2000 Euro, wenn man sich für einen neuen elektrischen i3, einen Plug-in-Hybrid oder einen modernen Euro-6-Diesel entscheidet.
Daimler: hat bislang nur angekündigt, dass man eine vierstellige Prämie für den Eintausch alter Dieselfahrzeuge zahlen werde.
Volkswagen: Rabatt zwischen 2000 und 10.000 Euro, je nach Modell, das im Gegenzug neu gekauft wird. Die VW-Töchter Audi, Skoda und Porsche beteiligen sich an den Prämien. Volkswagen bietet zusätzlich zum Basisrabatt eine sogenannte Zukunftsprämie zwischen 1000 und 2380 Euro beim Kauf eines Fahrzeugs mit besonders umweltfreundlichem alternativen Antrieb (Elektro, Hybrid oder Erdgas) an.
Ford: bis zu 8000 Euro.
Toyota: 2000 Euro plus weitere 2000 Euro beim Kauf eines Hybrid-Modells.
Opel: 1750 bis 7000 Euro – je nach Modell.
Renault: je nach Modell zwischen 2000 und 7000 Euro.
Nissan: noch keine Prämie geplant.
Suzuki: Prämie steht nicht fest.
Mitsubishi: Zuschuss für Umstieg auf sauberes Auto.
Mazda: beabsichtigt Prämie einzuführen.
Peugeot und Citroën: es gibt maßgeschneiderte Angebote, keine Pauschale.
Hyundai: Bis zu 10.000 Euro bei Abgabe des alten Diesel der Klassen Euro 1 bis 4 beim Händler. Hinzu kommt, und das unterscheidet Hyundai von vielen Herstellern, dass der alte Diesel der Klasse Euro 4 auch noch in Zahlung genommen wird. Hyundai verzichtet bei Euro-4-Dieseln auch auf die Verschrottung und bietet dem Kunden zusätzlich die Auszahlung des Restwertes.


Wer die Prämie in Anspruch nehmen will, muss dafür nachweisen, dass der alte Diesel verschrottet wurde. Das war auch bei der Abwrackprämie nach der Finanzkrise schon so. Außerdem muss dem Halter das Auto vorher ein halbes Jahr lang gehört haben.
Die Angebote gelten in der Regel nur bis Ende dieses Jahres.

Stand: 16.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167506249/Wer-bekommt-das-Geld.html, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167575102/Auch-Opel-macht-jetzt-bei-den-Praemien-mit.html, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167711648/Hyundai-entfacht-absurde-Rabattschlacht.html

 

Diesel: Die DHU rät vom Kauf eines Euro-6 Diesels ab

Für Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DHU), fehlen konkrete Maßnahmen für die 8,7 Millionen Autofahrer, die einen Euro-5- und einen Euro-6-Diesel im Vertrauen darauf gekauft haben, dass sie sauber sind. Mit reinen Software-Lösungen, die Expertenmeinung, bekommen wir die Luft in unseren Städten nicht sauber. Wir brauchen dringend eine technische Nachrüstung für die 8,7 Millionen Fahrzeuge mit Euro 5 und 6, so dass diese die Euro-6-Grenzwerte einhalten und von Fahrverboten befreit sind.

Die Industrie nutzt den Diesel vor allem für schwere und hochmotorisierte Edel-Geländefahrzeuge, SUVs genannt. Der physikalische Vorteil, den der Diesel früher einmal gegenüber einem schlechten Benziner hat, geht dadurch verloren. Ein Ausstieg aus dem Diesel wird zu weniger SUVs auf unseren Straßen und damit zu weniger CO2 Emissionen führen. Nicht im Sinne des Umweltschutzes sind daher 2000 Euro Umweltprämie für den Kauf eines Polo aber 10 000 Euro beim Kauf eines Diesel-Geländewagens Touareg.

Die DHU rät von einem Kauf eines Euro-6-Diesel generell ab, solange die Autoindustrie nicht sicherstellt, dass sie auf der Straße die gleichen Werte haben wie auf dem Prüfstand. Mit 300 Euro Mehrausgaben in der Serienfertigung könnte das den Herstellern gelingen.

Stand 14.08.17, Rhein-Neckar-Zeitung,http://e-paper.rnz.de/eweb/printcontent/rnz/2017/08/14/hd/2/1484347

 

Wasserstoff: Eine Alternative zum Batteriebetrieb?

Der Pkw-Antrieb mit Wasserstoff scheint in Vergessenheit geraten, die E-Fahrzeuge bestimmen die Diskussion.

So wie die Kooperation BMW/Sixt mit driveNow dies mit 900 E-Fahrzeugen aus einer Flotte von insgesamt 4.500 vorgemacht hat, will dies auch BeeZero, ein Carsharing Anbieter aus München, an dem der Gaskonzern Linde beteiligt ist, nachmachen: die Kunden an diese Technik gewöhnen. Im Stadtgebiet hält BeeZero 50 Hyundai-SUVs bereit, die statt mit Benzin mit Wasserstoff betankt werden. Eine Brennstoffzelle wandelt den Wasserstoff in Strom um, der wiederum einen Elektromotor antreibt und dann nur Wasserstoff aus dem Auspuff rausbläst. Mit einer Tankfüllung kommt man 400 km weit. Neben Hyundai mit seinem SUV ix35 gibt es auch bei Toyota die wasserstoffgetriebene Limousine Mirai und bei Honda den FCX: Daimler will mit dem GLS auf den Markt, bei Audi, BMW und Ford existieren Prototypen.

Der Vorteil gegenüber den E-Autos ist die minutenschnelle Betankung. Der Nachteil: das Tankstellennetz besteht aus derzeit lediglich 20 öffentlich zugänglichen Zapfsäulen, bis 2018 sollen es geringe 100 werden. Die Fahrzeuge sind außerdem teuer, weil wegen des flüchtigen und hochentzündlichen Wasserstoffs Sicherheitskomponenten eingebaut werden müssen.

Die Herstellung des Wasserstoffs und die Umwandlung in Strom erfordern einen hohen Energiebedarf, sodass die Energiebilanz im Vergleich zum Elektroauto schlechter ausfällt. Inzwischen sucht man jedoch nach Lösungen, Stromspitzen, z.B. bei besonders viel Wind, die durch den Ausbau der erneuerbaren Energien anfallen, in Power-to-Gas Anlagen zu speichern. Mit diesen Überkapazitäten könnte man Wasserstoff erzeugen, speichern und zum Betanken der Wasserstoff-Autos nutzen.

Die halbstaatliche Deutsche Energie-Agentur (Dena) sieht in dem Power-to-Gas-Konzept daher "eine systemübergreifende Lösung, um Wind- und Solarkraftwerke mit ihrer stark schwankenden Stromerzeugung in das Energiesystem zu integrieren", sie müsste jedoch sinnvollerweise flächendeckend gebaut werden.

In einem Bereich ist die Brennstoffzellentechnik dem mit Akku betriebenen Elektromotor überlegen: Je größer und schwerer die Fahrzeuge sind, desto weniger sind Batterien wegen des höheren Energiebedarfs für den Antrieb geeignet. Daher sieht Daimler für die Brennstoffzelle für LKW und Busse großes Potenzial.

Stand: 07.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/eilmeldung_welthd/eilmeldung/article167433463/Wasserstoff-statt-Diesel.html

 

Diesel: So viel zahlen die Autohersteller für Ihren alten Diesel

Ford: Euro Norm 1-3: zwischen 2.000 und 8.000 Euro bei Kauf eines Neuwagens.
Toyota: Wer seinen alten Wagen abgibt und sich für einen Toyota-Hybrid entscheidet, erhält einen Bonus von 2000 Euro, zusätzlich gibt es eine Hybridprämie von 2000 Euro. Der 4000-Euro-Bonus gilt für die Hybridvarianten des Yaris, Auris und Auris Touring, des RAV4 und C-HR.
BMW: Euro 4 oder älter: modellunabhängig, Umweltprämie in Höhe von 2.000 Euro beim Kauf eines Neuwagens. Kunden müssen ihren alten BMW beim Händler in Zahlung geben und einen Elektro-, Hybrid- oder Dieselneuwagen der Marke BMW oder Mini kaufen. Die Aktion soll bis Jahresende gelten.

Stand: 05.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167341271/So-viel-bekommt-man-fuer-einen-alten-Diesel.html

 

Diesel: Selbst ADAC kritisiert Ergebnis des Dieselgipfels

Durch die Softwareupdates sollen die Schadstoffemissionen um 25 bis 30 Prozent sinke. Kritik kommt sowohl von den Grünen, den Umweltverbänden und dem ADAC, dem die beschlossenen Maßnahmen nicht weit genug gehen. Die Hersteller müssten, "wo es technisch machbar und finanziell angemessen ist", zu Hardware-Nachrüstungen verpflichtet werden. Damit würden sich die Emissionen nachweislich um bis zu 90 Prozent senken lassen. "Hier ist die Politik beim Dieselgipfel vor den wirtschaftlichen Interessen der Industrie eingeknickt", sagte ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker.
Die Verbraucher meiden Dieselautos. Laut Kraftfahrt-Bundesamt gingen im Juli die Neuzulassungen um fast 13 Prozent zurück, dafür stiegen die Verkäufe von Benzinern deutlich. Ihr Anteil am Pkw-Markt beträgt inzwischen 56 Prozent, während Dieselautos nur noch etwas mehr als 40 Prozent ausmachen. Vor der Dieselkrise war es umgekehrt.

Stand: 03.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167326873/Neue-Software-fuer-fuenf-Millionen-Autos.html

 

Diesel: Rettungsplan

Die Gespräche am Mittwoch 2. August sollten der Rettung des Diesels dienen. Das Ergebnis: Es werden in 5,3 Millionen Pkw mit Dieselmotoren der Klasse Euro 5 und 6 ein Softwareupdate eingespielt. Worum es wirklich ging, machte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) während der anschließenden Pressekonferenz unfreiwillig klar: "Es geht um sichere Jobs in der Autoindustrie. Und um gute Luft in den Städten.
Die Autobauer müssen die Diesel nicht komplett umrüsten, keine baulichen Veränderungen an den Autos vornehmen. Sie haben jedoch zugestimmt, die ca. 10 Mio. verbleibenden Diesel mit Euro 1 bis Euro 4 per Kaufprämien aus dem Verkehr zu ziehen. "Und das wird wesentlich mehr kosten als das Software-Update", so Wissmann. Die Branche wird also Kosten von einer Milliarde an aufwärts aufwenden müssen, um die Diesel sauber zu kriegen.
Fahrverbote sind durch die Ergebnisse des Gipfels jedoch noch nicht ausgeschlossen.

Stand: 03.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/titelseite-edition/article167329335/Der-Rettungsplan-fuer-den-Diesel.html

 

Diesel: Sammelklagen auch für Deutschland?

Die in USA üblichen Sammelklagen für Verbraucher könnte es bald auch in Deutschland geben. Sowohl CSU-Chef Horst Seehofer als auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) haben die Einführung solcher Musterklagen auch für Verbraucher vorgeschlagen, auch die Grünen und die Verbraucherzentrale wollen dieses Vefahren. EU-Verbraucherschutzkommissarin Věra Jourová denkt ebenfalls über die Einführung europaweiter Sammelklagen nach.

In USA kommt es häufig zu einer Art Wettrennen, wer als erster eine solche potenzielle Sammelklage bei einem US-Gericht eingereicht hat. Im Fall des mutmaßlichen Autokartells von fünf deutschen Fahrzeugherstellern dauerte es beispielsweise nicht mal eine Woche bis der erste Klageschriftsatz bei einem Gericht in New Jersey eingereicht wurde.

Stand: 02.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167295301/Auch-in-Deutschland-drohen-Sammelklagen.html

Diesel: Steuerliche Anreize und Wertverlust alter Diesel-Pkw

Niedersachsens Ministerpräsident Weil, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hatte neben der Möglichkeit von steuerlichen Anreizen auch eine Art Klimaprämie ins Spiel gebracht. Bayerns Ministerpräsident Seehofer hatte vorgeschlagen, die Besitzer von alten Dieselfahrzeugen, die lediglich den Abgasnormen Euro 3 und Euro 4 entsprechen, mit einem steuerlichen Anreiz dazu zu bewegen, sich moderne Fahrzeuge zu kaufen.
Allerdings soll die Förderung nicht nur für lokal emissionsfreie Elektroautos, sondern auch für moderne Diesel der Klasse Euro 6 gelten. Damit würde weiterhin auch der Kauf einer Technologie gefördert, die in der Industrie inzwischen als Übergangs- und Auslaufmodell gehandelt wird.

Bayerns Finanzminister Söder wollte sich noch nicht auf Details oder eine mögliche Höhe der Subvention festlegen. "Man kann nicht erwarten, dass die Leute sich alle zwei Jahre ein neues Auto kaufen", betonte er. Entsprechend müsse dafür gesorgt werden, dass die Besitzer von neueren Modellen damit auch weiterhin in die Innenstädte fahren dürfen.

Das Institut Center Automotive Research CAR der Universität Duisburg nimmt einen fünfprozentigen Wertverlust für Diesel-Pkw an; die Gebrauchtwagenpreise haben derzeit noch nicht sehr stark nachgegen. Sollten Fahrverbote ab 2018 wirksam werden, wird es eine deutlichere Wertminderung geben.

Stand: 01.08.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167239882/Existenzielle-Frage-fuer-deutsche-Autohersteller.html

 

Diesel: Die Autobauer waren sich zu lange sicher

Bisher haben alle Regierung, egal in welcher Zusammensetzung, die Autoindustrie verteidigt und geschützt, da immerhin annähernd 800.000 Arbeitsplätze davon ab. Zudem gibt es enge personelle Verflechtungen zwischen den Koalitionären und der Branche, wie z.B. bei Matthias Wissmann, der vom Verkehrsminister zum Präsidenten der Automobilindustrie wurde.
Doch mittlerweile kommen immer neue Verdachtsmomente und Fakten auf den Tisch, dass sich die Autoindustrie nicht mehr der Verantwortung entziehen kann.

Beim "Nationalen Forum Diesel" der Bundesregierung am 2. August in Berlin sollen Rezepte für saubere Luft und eine Zukunft des Diesels gefunden werden. Allerdings ist inzwischen der Ruf der gesamten deutschen Automobilindustrie geschädigt und zu einer Gefahr für die gesamte deutsche Volkswirtschaft geworden. "Das Label ,Made in Germany', die weltweit hervorragende Reputation der deutschen Industrie, hängt maßgeblich vom Automobilbau ab.", so Marcel Fratzscher, der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Absprachen zwischen den Autobauern hat es immer schon gegeben und sind teilweise nötig, um sich auf technische Standards zu verständigen. Es wird zu untersuchen sein, ob sie kartellrechtlich relevant waren. Festzustehen scheint, dass es auf Vorstandsebene Absprachen gegeben hat, die den AdBlue Tank zur Regulierung der Dieselemissionen auf ein kleines Maß halten.

Stand: 27.07.17, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article167164280/Autocalypse-now.html

 

Diesel: Deutsche Umwelthilfe erreicht Fahrverbot vor Gericht

Aufgrund der seit Jahren massiv überschrittener Grenzwerte von Stickoxiden und EU-Vorgaben hat die Deutsche Umwelthilfe (DHU) ein generelles Fahrverbot für Diesel in der baden-württembergischen Landeshauptstadt gefordert und von den Richtern Recht bekommen: Fahrverbote seien das wirksamste Mittel, um die seit Jahren hohe Belastung mit giftigem Stickstoffdioxid zu reduzieren, so das Urteil. Gesundheitsschutz ist wichtiger als das Recht auf Eigentum oder Arbeitsplätze. Ministerpräsident Kretschmann dagegen hatte sich trotz seines grünen Parteibuchs stets gegen Fahrverbote ausgesprochen und auf die Selbstreinigungskräfte der Industrie gesetzt – vergeblich.

Da die Einführung der blauen Plakette nicht umgesetzt wird, weil die Ministerpräsidenten und auch die Fahrzeugbranche dagegen sind, würde das Fahrverbot alle Dieselfahrzeuge betreffen. Ob es aber tatsächlich zu Fahrverboten und wenn für für welche Dieselmodelle kommt, ist noch offen, da ein Urteil beim Leipziger Bundesverwaltungsgericht noch aussteht, das die DH allerdings für Düsseldorf schon einmal gewonnen hat.

Zusätzlich steht die EU-Kommission in Brüssel wohl offenbar kurz vor der Eröffnung eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland in Sachen Grenzwertüberschreitung.

Stand: 27.07.17, Die Welt,https://www.welt.de/wirtschaft/article167159455/Gesundheitsschutz-sticht-das-Recht-auf-Eigentum.html

 

Diesel: US-Sammelklage wegen möglichem Autokartell

Drei Amerikanerinnen haben bei der Kanzlei Carelle Byrne Cecchi Olstein Brody & Agnello in den USA eine Sammelklage gestartet, deren Zulassung noch aussteht. Die darin enthaltenen Informationen stammen wohl aus der Veröffentlichung des "Spiegel", die das mutmaßliche Kartell zum Thema hatte. Die Klägerinnen machen in ihrer Klage geltend, dass der Wettbewerb für Luxusfahrzeuge in den USA durch das Kartell behindert worden sei und sie so überhöhte Preise beim Kauf oder Leasing ihrer Fahrzeuge gezahlt hätten.

Sollte es sich bei den Absprachen nicht um Preise sondern um technische Details wie die Größe des AdBlue Tanks gehandelt haben, sehen Juristen nur eine geringe Chance, daraus einen Schaden abzuleiten. Dennoch brächte eine Sammelklage die Autobauer unter Druck, weil sie meistens in einem Vergleich enden.

Stand: 27.07.17, Die Welt, https://www.welt.de/wirtschaft/article167126753/Drei-Amerikanerinnen-fordern-die-deutsche-Autoindustrie-heraus.html

 

Diesel: VW Amarok Fahrzeugen droht die Stilllegung

Ende Januar 2016 sind die ersten Benachrichtigungen über den Rückruf von Amarok Fahreugen vom Kraftfahrtbundesamt versandt worden. Inzwischen sind ca. 97 Prozent der Fahrzeuge umgerüstet. Bei ca. 150 Fahrzeugen, deren Besitzer nicht auf die mehrfachen Schreiben reagiert und die Software haben aufspielen lassen, droht nun die Zwangsstillegung. Nicht ganz klar ist jedoch, ob die Fahrzeuge überhaupt noch angemeldet sind und auf der Straße fahren.

Stand: 26.07.17, Die Welt, https://www.welt.de/wirtschaft/article167070470/VW-Diesel-Besitzern-droht-Entzug-der-Kfz-Zulassung.html

 

Diesel: Der Verbrennungsmotor ein Auslaufmodell?

Ab 2040 sollen in Großbritannien keine Neufahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor verkauft werden können. Von diesem Verbot sollen auch Hybridfahrzeuge betroffen sein.

Auch Frankreich hat angekündigt ab dem Jahr 2040 keine Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen. Norwegen will bereits ab 2025 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zulassen.

In Deutschland fordern die Grünen ab 2030 Verbrennungsmotoren zu verbieten, ein Verbot ist jedoch von der Bundesregierung nicht vorgesehen, weil mehrere Zentausend Kilometer gefahren werden müssen, um die energieintensive Herstellung des Akkus durch weniger CO2 Ausstoß auszugleichen.

In Europa hängen insgesamt ca. zwölf Millionen Arbeitsplätze von der Automobilindustrie ab, für die bei Umstellung auf Elektrofahrzeuge eine Alternative gefunden werden muss. Volvo hat bereits angekündigt, ab 2019 keine Modelle mehr mit Verbrennungsmotoren zu fertigen.

Stand: 26.07.17, Die Welt, https://www.welt.de/wirtschaft/article167086871/Europas-Abkehr-vom-Verbrennungsmotor.html

 

Diesel: Ist VW oder Daimler Kronzeuge?

Sowohl VW als auch Daimler hatten sich selbst angezeigt, ein Kartell gebildet und sich mit den anderen Autobauern über Jahre hinweg abgesprochen zu haben. Der "Spiegel" hatte gemeldet, dass VW sich zuerst angezeigt hat, die "Südeutsche Zeitung" schreibt, dass Daimler schneller gewesen sei. Straffrei ausgehen kann in der Regel nur der Erste, der sich anzeigt.

Die Wettbewerber von VW sind jedoch zusätzlich verärgert, weil man sich wohl auf kleine AdBlue Tanks geeinigt hatte. Läuft der Tank leer entfällt die Reinigungsfunktion, worauf bei VW wohl eine manipulierte Software ausgleichend auf die Motorsteuerung wirkt. Daimler und BMW wollen sich nicht in die Dieselaffäre hineinziehen lassen und behaupten, dass ihre Fahrzeuge nicht manipuliert sind.

Eine wirksame Selbstanzeige setzt allerdings voraus, dass die Akteure Stillschweigen bewahren, sodass sowohl im eigenen Unternehmen noch bei den Wettbewerbern Beweismittel beiseite geschafft werden können.

Stand: 25.07.17, Die Welt, https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article166995563/Rennen-um-den-Kronzeugen-Status.html

 

Diesel: Abgaskartell der Autoindustrie?

Die Ermittler des Bundeskartelamtes hatten im letzten Jahr bei sechs Automobilherstellern und Zulieferern nach Belegen für Absprachen beim Einkauf von Stahl gesucht. Zusätzlich zu diesem Thema fanden die Ermittler wohl Belege dafür, dass sich die Autobauer BMW, Daimler, Volkswagen, Audi und Porsche über viele Jahre bei gemeinsamen technischen Standards, den Verhandlungen mit Zuliefereren und beim Vorgehen bei der Abgasreinigung von Dieselmotoren abgesprochen haben.

Volkswagen hat sich bei den Kartellbehörden der europäischen Union selbst angezeigt, vermutlich um von der Kronzeugenregelung zu profitieren. Wer ein Kartell aufdeckt und sich als Zeuge zur Verfügung stellt kann straffrei ausgehen. Daimler hat sich inzwischen auch selbst angezeigt, dies jedoch nach VW.

Die Treffen fanden im Rahmen der Arbeitskreise des VDA (Verband der Deutschen Automobilindustrie) statt. Solche Treffen sind üblich und auch erlaubt, nicht erlaubt sind allerdings Absprachen über Preise und gemeinsame Einkaufsstrategien. Mitglieder des VDA sind auch Ford, Opel und FiatChrysler, von denen bis jetzt nicht bekannt ist, dass sie Teil des Kartells waren.

Stand: 22.07.17, Die Welt, https://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article166908998/Das-grosse-Kartell.html

 

Diesel: Daimler ruft drei Millionen Dieselfahrzeuge zurück

Daimler ruft mehr als drei Millionen europäische Fahrzeuge mit Euro-5 und Euro-6 Norm zurück um den Schadstoffausstoß über ein Softwareupdate zu reduzieren. Damit soll der Verunsicherung bei Kunden begegnet werden. Die Rückrufaktin soll für die Kunden kostenlos sein.

Daimler ist überzeugt, dass seine Fahrzeuge alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen und keine illegalen Abschalteinrichtungen enthalten.

Anfang August ist ein Treffen der deutschen Automobilindustrie geplant, bei dem man sich über den freiwilligen Rückruf von Euro-5 Dieseln einigen wollte. Daimler ist mit dem gleichzeitigen Rückruf von Euro-6 Fahrzeugen über diese Pläne hinaus gegangen.

Stand: 19.07.17, Die Welt, https://www.welt.de/wirtschaft/article166782295/Daimler-ruft-gut-drei-Millionen-Diesel-Fahrzeuge-zurueck.html

 

Diesel: Auswirkungen des Verbots von Verbrennungsmotoren

Das Münchner Ifo-Institut hat untersucht, welche Auswirkung die Forderung der Grünen hätte, ein Zulassungsverbot für Autos mit Verbrennungsmotoren duchzusetzen. Davon wären mindesten 620.000 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen, nicht nur bei der Industriee, sondern auch im Mittelstannd und bei Kleinunternehmen. In kleinen und mittleren Unternehmen wären dies mehr als 130.000 Stellen, wo es im Vergleich zu Großunternehmen deutlich schwieriger wird, auf Produkte für Elektrofahrzeuge umzustellen.

Bei den zwei Szenarien - mit und ohne Verbot von Verbrennungsmotoren - kommen die Forscher zu folgendem Ergebnis: Bei Beibehaltung der Verbrennungsmoren würde der CO2 Ausstoß allein durch den technischen Fortschritt bis 2050 auf 56 Millionen Tonnen sinken. Bei überwiegend elektrisch betriebenen Fahrzeugen hätten dagegen nur einen CO2 Ausstoß von 22 Millionen Tonnen bis 2050.

Andere Studien führen jedoch an, dass die extrem energieintensive Akkuproduktion erst durch mehrere zehntausend gefahrene Kilometer ausgegleichen werden könnte, gleichzeitig würde der Stombedarf bereits im ersten Jahr um 1,1 Prozent steigen und bis 2050 um 7,6 Porzent. Dieser zusätzliche Bedarf müsste CO2-neutral produziert werden, um Vorteil und Nachteil ausszugleichen.

Stand: 19.07.17, Die Welt, https://www.welt.de/wirtschaft/article166746851/Verbot-von-Verbrennungsmotoren-gefaehrdet-620-000-Jobs.html

 

Diesel: Hat Daimler illegale Abschalteinrichtungen verbaut?

In rund eine Million Daimler Pkw sollen illegale Abschalteinrichtungen verbaut sein, so die Staatsanwaltschaft. Daimler bestreitet die Verwendung von illegalen Abgasein-richtungen, räumt jedoch ein, dass die Grenzwerte für den Stickoxidausstoß bei einigen Modellen überschritten sein könnten.

Die Deutsche Umwelthilfe (DHU) glaubt, dass weitaus mehr Autos betroffen sein könnten, da bisher nur zwei Motorbaureihen im Fokus der Ermittlung stehen. In kleinere Baureihen wurden Renault-Motoren verbaut, die bei den Abgaswerten schlecht abgeschnitten haben. Die Systeme schalten sich teilweise bei Temperaturen von 17 Grad und weniger ab.

Eine Verordnung der EU aus 2007 schreibt vor:" Die Verwendung von Abschalteinrichtungen, die die Wirkung von Emissionskontrollsystemen verringern, ist unzulässig. Dies ist nicht der Fall, wenn die Einrichtung notwendig ist, um den Motor vor Beschädigung oder Unfall zu schützen". Auf diesen Motorschutz beziehen sich die Autohersteller.

Daimler könnte, so vermuten die Staatsanwälte, im Fahrmodus eine Adblue-Einsparung programmiert haben, die allerdings nicht maßgeblich für die Typgenehmigung, also die Betriebsgenehmigung ist. Daimler geht nicht davon aus, dass es eine Stillegungsverfügung geben wird.

Stand: 14.07.17,Die Welt, http://welt.de/wirtschaft-edition/article166633004/war-daimlers-trickserei-legal.html

 

Diesel: Gegen Porsche wird ermittelt

Bereits im April 2016 hat die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen aufgebnommen. Nun richten sich die Ermittlungen gegen unbekannte Mitarbeiter Porsches und eines US-Tochterunternehmens. Porsche bezieht Dieselantriebe von Audi, der Audimotor ist im Cayenne verbaut.

Nachdem bei Audi auffällige Dieselabgaswerte festgestellt wurden, war das KBA im Juni angewiesen worden, Untersuchungen bei Porsche Cayenne durchzuführen

Stand: 11.07.17, Rhein-Neckar-Zeitung, S. 21

 

E-Mobilität: Fünf Bundesländer wollen vorausgehen

Die Regierungschefs der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wollen die Umstellung auf umweltfreundlichere Fahrzeuge vorantreiben. Dazu gehört der Ausbau der Elektromobilität, indem mehr Ladesäulen für Elektroautos zur Verfügung stehen sollen und einheitliche Standards für die Ladeinfrastruktur geschaffen werden. Außerdem soll die Batterieforschung für E-Autos vorangetrieben sowie klimaneutrale Fahrzeuge stärker gefördert werden.

Die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen soll nicht von Kunden, sondern von der Automobilwirtschaft bezahlt werden.

Stand: 07.07.17, Die Welt, https://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article166395574/Automobilwirtschaft-soll-Diesel-Nachruestung-zahlen.html

 

E-Mobilität: Volvo verbaut ab 2019 Elektromotoren für neue Modelle

Volvo will alle Modelle, die ab 2019 neu auf den Markt kommen, entweder mit reinen Elektromotoren oder als Hybridfahrzeuge (mit Verbrennungs. und Elektromotor) ausstatten. Zwischen 2019 und 2021 will Volvo fünf elektrische Modelle auf den Markt bringen, zusätzlich zu den geplanten Hybridmodellen. Bis ins Jahr 2025 sollen insgesamt eine Million Elektroautos und Hybridfahrzeuge verkauft sein.

Stand: 05.07.17, Die Welt,,https://www.welt.de/wirtschaft/article166287285/2019-beendet-Volvo-die-Aera-des-Verbrennungsmotors.html

 

Diesel: Softwareupdates sollen Fahrverbote verhindern

Die Automobilhersteller beabsichtigen mit den angekündigten Softwareupdates Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu verhindern. Das Bundesverwaltungsgericht wird voraussichtlich noch in diesem Jahr eine Grundsatzentscheidung treffen, ob Kommunen Fahrverbote verhängen dürfen,wenn die Abgaswerte regelmäßig überschritten werden.

Die Softwareupdates sollen die Stickoxide bei der Hälfte der knapp sechs Millionen Euro-5 Diesel deutlich reduzieren.

Laut der Unternehmensberatung EY ist der Dieselabsatz innerhalb eines Jahres um 7,2 % auf einen Anteil von nun 38,8 % gesunken. Zum Vergleich: im Juni 2016 lag der Anteil der Dieselfahrzeuge bei 46 %. Der Kaufrückgang kann, so EY, erst gestoppt werden, wenn der im Realbetrieb zu hohe Schadstoffausstoß nachhaltig und glaubhaft verringert werden kann.

Stand: 04.07.17, Die Welt,, https://www.welt.de/wirtschaft/article166272308/Beim-Diesel-Kauf-gibt-es-die-Angst-gratis-dazu.html

 

Diesel: ADAC rät vom Kauf eines Diesel ab

Der ADAC empfiehltl, mit dem Kauf eines Neuwagens eventuell noch zu warten, bis im Herbst die Modelle mit dem Standard 6D auf den Markt kommen. Einige Städte wie Hamburg, Stuttgart und München planen Fahrverbote, allerdings sind diese erst ab der Euro-5-Norm und früher geplant.

Stand: 29.06.2017, Spiegel online, http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abgasskandal-und-fahrverbote-adac-raet-vom-dieselkauf-vorerst-ab-a-1155007.html

 

Diesel: Audi und BMW wollen nachrüsten

Audi und BMW haben bei einem Treffen mit Bayerns Ministerpräsident Seehofer zugesagt, bei älteren Dieselfahrzeugen mit einem Softwareupdate den Stickoxid-Ausstoß zu senken. Der Grund ist, dass beide Unternehmen Fahrverbote verhindern wollen. Die Kosten für Entwicklung und Zertifizierung wollen beide Unternehmen übernehmen, die Übernahme der Kosten für das Aufspielen der Software ist noch nicht geklärt.

Diese Variante ist für die Hersteller günstiger als die Nachrüstung der Hardware. Fraglich ist, ob so Fahrverbote verhindert werden können, da dies von den Kommunen individuell entschieden wird.

Für Besitzer neuester Euro-6-Diesel könnte es nach der Bundestagswahl im September Steuererleichterungen geben: Die CSU will dies in die Koalitionsverhandlungen einbringen, weil seit 2009 alle Dieselfahrzeuge ab Euro 3 gleichbehandelt werden. .

Stand: 28.06.2017, Die Welt, https://www.welt.de/wirtschaft/article166049700/Audi-und-BMW-wollen-Millionen-Diesel-umruesten.html

 

Diesel: Zwei Modelle von Opel und Smart stoßen zu viel Co2 aus

Bisher ging es bei Dieselfahrzeugen um zu viele Stickoxide, doch nun haben Nachmessungen der CO2-Emissionen bei 19 deutschen Modellen ergeben, dass der Opel Safira und der Smart Fortwo deutlich mehr Kohlendioxid produzieren als bei der Zulassung angegeben.

Das bedeutet gleichzeitig, dass diese Modelle, bei einer Abweichung von der Toleranzgrenz von 4 Prozent, auch einen 4 prozentig höheren Dieselverbrauch haben, weil sich CO2 Ausstoß und Kraftstoffvrebrauch proportional zueinander verhalten.

Das KBA hat Opel aufgefordert beim Zafira nachzurüsten, mein Smart sind noch weitere Messungen notwendig. Der beanstandete Smart Fortwo ist, so Daimler, bereits 2013 aus dem Programm genommen worden.

Stand: 27.06.2017, Die Welt, https://www.welt.de/wirtschaft/article165988576/Opel-und-Smart-fallen-bei-CO2-Test-durch.html

 

Diesel: Fahrverbot auch in München?

Neuen Messwerten zufolge werden die von der EU zugelassenen Mittelwerte für Stickoxide nicht in München nur auf den Ring- und Einfallstraßen überschritten, sondern auch in Gegenden, die weit entfernt davon liegen. Nun überlegt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter ein flächendeckendes Fahrverbot umzusetzen. Davon wären zwischen 133.000 und 170.000 Fahrzeuge betroffen.

Stand: 14.06.2017, Die Welt, http://hd.welt.de/incoming/article165515502/Flaechendeckendes-Diesel-Verbot-gefordert.html

 

Diesel: Europäische Dieselfahrer ohne Entschädigung

Die EU Kommission und VW haben ihren Streit beigelegt mit dem Ergebnis, dass europäische Besitzer von manipulierten Dieselfahrzeugen keine Entschädigung bekommen.

VW hat sich bereit erklärt, sich um Beschwerden zu kümmern, die im Zusammenhang mit der technischen Maßnahme an Fahrzeugen mit Dieselmotoren des Typs EA189 stehen und bestimmte Teile des Motor- und Abgasreinigungssystems betreffen. Dies ist faktisch keine Garantie sondern eine Kulanzregelung

Die EU Kommission hatte keine juristischen Möglichkeiten, VW zur Zahlung einer Entschädigung in Europa zu zwingen.

Stand: 14.06.2017, Die Welt, http://hd.welt.de/Wirtschaft-edition/article165551065/Dieselgate-Opfer-in-der-EU-gehen-leer-aus.html

 

Diesel: Gerichtsverfahren gegen VW von europäischen Anwälten

Die niederländische Organisation "Stichting Volkswagen Car Claim" beabsichtigt für ca. 180.000 Autobesitzer in den Niederlanden ein Gerichtsverfahren einzuleiten. Zusätzlich kooperiert "Stichting" mit Rechtsanwälten in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Großbritannien. Finanziert wird das Projekt von "Stichting" von der New Yorker Großkanzlei Labaton Sucharow, die 18 Prozent der Streitsumme erhält, wenn die Klage Erfolg hat.

In Deutschland haben sich 20.000 Geschädifte bei Stichting registrierte VW Kunden ihre Ansprüche abgetreten haben. MyRight erhält im Erfolgsfall 35 Prozent.

Volkswagen hält dagegen, dass die Fahrzeuge den gesetzlichen Anforderungen entsprächen. Die Forderung, dass die Grenzwerte nicht nur auf dem Prüfstand sondern auch auf der Straße einzuhalten seien, sei nicht nachvollziehbar.

Stand: 13.06.2017, Reuters, http://de.reuters.com/article/niederlande-volkswagen-klage-idDEKBN1941P5

 

E-Mobilität: 2000 Stromtankstellen in Baden-Württemberg geplant

In Baden-Württemberg soll die "Landesinitiative Elektromobilität III" mit 40 Millionen Euro ausgestattet werden, die bisherige "Landesinitiative Elektromobilität II" hatte vergleichsweise geringe 8 Millionen Euro zur Verfügung. Dazu ist ein Kabinettsbeschluss noch im Juni geplant. Das Geld ist für ein Netz von 2.000 Ladestationen vorgesehen, dem Mittelstand soll außerdem zu neuen Mobilitätsformen verholfen werden. Zusätzlich sollen die Ministerien Projekte entwickeln, die im Haushalt 2018/2019 berücksichtigt werden sollen.

Der Verband der Automobiliindustrie VDA teilte mit, dass deutsche Hersteller von E-Fahrzeugen ihren Anteil in Westeuropa haben steigern können. Der E-Markt wachse deutlich schneller als der gesamte Pkw-Markt.

Beim Autogipfel am 19. Mai haben einige Autokonzerne eine strategische Partnerschaft mit dem Land Baden-Württemberg geschlossen mit dem Ziel, dass auch das Auto der Zukunft "made in Baden-Württemberg" ist.

Stand: 09.06.2017, Rhein-Neckar-Zeitung

 

Diesel: Benziner stoßen mehr Feinstaub aus als Diesel

Die Zahl der Neuzulassungen für Dieselfahrzeuge geht zurück und Umweltverbände und Umweltpolitiker begrüßen dies, da Diesel als Stickoxidschleudern gelten.

Allerdings kaufen die Deutschen anstelle der Diesel nicht Elektrofahrzeuge, sondern Benziner. Benziner aber stoßen mehr CO2 aus und führen zu einem weiteren Problem, nämlich dem Feinstaub.

Der ADAC Tests konnten nachweisen, dass Benziner mehr Feinstaub als Diesel ausstoßen, weil Diesel seit rund 10 Jahren wirksam mit Rußpartikelfiltern nachgerüstet wurden. Benziner dürfen lt. Gesetz ein zehnfaches an Feinstaub ausstoßen als Diesel. Benziner mit Direkteinspritzung kommen sogar auf hundert mal so viele Feinstaubpartikel wie Diesel, wie die Schweizer Forschungsanstalt DMPA nachgewiesen hat. Der Grund dafür liegt in der Technik: Direkteinspritzer sind effizienter und werden heisser, daher produzieren sie besonders viele Partikel.

Auch andere Modell mit Saugrohreinspritzer schneiden bei den Emissionswerten schlecht ab, hier besonders der Smart Fortwo, der die Grenzwerte um das 138-fache überschritten hat. Die Deutsche Umwelthilfe will nun die Carsharing Tocher von Daimer Car2Go lahmlegen, weil diese besonders viele Smarts einsetzt.

Interessant sind die Gesetzesänderungen, die ab Ende 2018 gelten sollten: Für Benzinfahrzeuge gelten strengere Grenzwerte, ausser für Direkteinspritzer. Ausserdem soll bei der Abgasuntersuchung (AU) der Feinstaubausstoß bei Benzinern nicht überprüft werden, dies ist nur für Diesel vorgesehen.

Stand: 04.06.2017, Die Welt, https://www.welt.de/wirtschaft/article165219554/Warum-der-Diesel-Bann-das-Feinstaub-Problem-zurueckbringt.html

 

Diesel: AdBlue Technologie aus Mannheim

Eine der Innovationen des Mannheimer Unternehmens Röchling war im vergangenen Jahres ein Heizssystem für Harnstofftanks, das in der AdBlue-Technologie für Diesel eingesetzt werden kann. AdBlue wird zusätzlich dem Diesel beigemischt und wird bei unter sieben Grad fest. Ein neuer Tank mit einem flächigen Heizsystem kann nun den Harnstoff innerhalb von Sekunden verflüssigen.

Stand: 01.06.17, Rhein-Neckar-Zeitung

 

Abgas: Strengere Abgastests in der EU

Am Montag einigten sich die Länder darauf, dass die Europäische Kommission mehr Aufsichtsrechte erhalten soll und bei Manipulationen von Abgastests Strafen von bis zu 30.000 Euro pro Pkw verhängt werden können. Deutschland hat dem nun schließlich zugestimmt, fordert aber mehre Änderungen, u.a. eine Präzisierung der Definition einer illegalen Abschalteinrichtung. Die Abstimmung im EU Parlament steht noch aus.

Ab Ende dieses Jahres führt die EU neue Tests ein, die den Schadstoffausstoß im Echtbetrieb wiedergeben sollen. Die EU-Kommission soll mehr Befugnisse erhalten diese Maßnahmen zu überwachen, die Kontrollmechanismen sind jedoch ein Punkt, der noch geklärt werden muss.

Stand: 30.05.17, Die Welt

 

Diesel: Blue Crude als CO2-neutraler Erdölersatz

Die Firma Sunfire in Dresden hat einen CO2-neutralen Erdölersatz geschaffen, der das bisher für die Produktion von Alltagsgegenständen notwendige fossile Öl ersetzen kann.

Mit Hilfe einer Hochtemperatur-Elektrolyse werden Kohlenwasserstoffmoleküle fast nach Belieben umgebaut. So kann zum Beispiel das Treibhausgas Kohlendioxid in den synthetischen Rohölersatz Blue Crude zurückverwandelt werden, das dann zu Diesel oder Kerosin veredelt werden kann. Synthetischer Diesel verbrennt rußfrei, ist frei von Schwefel und Aromaten und sehr zündungswillig. Noch ist allerdings die Produktion im industriellen Maßstab zu teuer.

Projektbeteiligte sind die Forschungsagentur des Bundes, Audi, der Mineralölkonzern Total und die Ökö-Sparte des tschechischen Energiekonzerns CEZ.

Stand: 29.05.17, Die Welt, Rhein-Neckar-Zeitung

 

Diesel: Gegen welche Hersteller wird ermittelt?

In USA wird neben VW, Daimler und Bosch nun auch gegen Fiat-Chrysler ermittelt. Die Ermittler gehen davon aus, dass in 104 000 Fahrzeugen Abschalteinrichtungen (Defeat Devices) installiert wurden, bei denen im Normalbetrieb die Emissionen bedeutend höher sind. Auch hier ist Bosch beteiligt.

Weiterhin richtet sich eine Sammelklage geen General Motors (GM). Bei mehr als 700.000 Pick-up Trucks soll eine Abschaltsoftware eingesetzt worden sein.

In Frankreich wird bei Renault und Peugeot ebenfalls wegen Abgasmanipulation durch die dortigen Behörden untersucht.

Stand: 26.05.17, Die Welt, Rhein-Neckar-Zeitung

 

Diesel: Auch gegen Bosch wird im Zusammenhang mit Daimler ermittelt

Gegen Bosch Mitarbeiter wird wegen Verdachts auf Beihilfe ermittelt. Sowohll Daimler als auch VW gehören zu den Großkunden. Bereits seit Herbst 2015, im Rahmen des Manipulationsverdachts von VW, wird gegen Bosch Mitarbeiter ermittelt. Bei Daimler wird wegen eines sogenanntes Thermofensters ermittelt, das in bestimmten Temperaturbereichen die Reinigung herunterregelt.

Stand: 26.05.17, Die Welt

 

E-Autos: Für Firmen noch nicht rentabel

Die Mobilitätsplattform Ubeeqo hat die Anschaffungs- und Unterhaltskosten bei Fahrzeugen der Oberklasse, Kompaktklasse und Kleinstwagen untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass unter Berücksichtigung aller Kosten die Elektrofahrzeuge immer noch Mehrkosten verursachen. Bei den Anschaffungskosten, im Unterhalt und bei den Energiekosten sind die Kosten für Elektrofahrzeuge niedriger, dafür sind die Versicherungen höher. Die Abweichungen sind je nach Fahrzeugklasse unterschiedlich.

Die Elektromobilität ist dennoch weiterhin auf dem Vormarsch, weil der Umweltschutz auf für Firmen eine immer größere Bedeutung bekommt.

Stand: 24.05.17, Die Welt

 

Diesel: Standorte von Daimler von Staatanwaltschaft durchsucht

Auch Daimler werden Abgasmanipulationen vorgeworfen. Laut Daimler-Chef Zetsche werde bei Daimler nicht betrogen, jedoch gibt es wohl auffällig hohe Emissionswerte bei einigen Modellen. In USA laufen bereits Klagen gegen Daimler.

Stand: 24.05.17, Die Welt

 

Diesel: Strategiedialog in Stuttgart

Am Freitag 19.05. sollten die Themen Elektroautos, Carsharing und Mobilitätsdienste für die Vertreter der Autoindustrie, deren Zulieferer, Experten und Arbeitnehmer-vertreter sein, aber der Diesel und die drohenden Fahrverbote beherrschten die Gespräche. Die Befürchtung war, dass die Fahrverbote das Ende des Diesel und den Wegfall vieler Arbeitsplätze beschleunigen könnte. Der Bau von Elektromotoren kann dies nicht aufgefangen, weil dafür weniger Arbeitskräfte mit anderen Qualifikationen benötigt werden. Davon wäre Baden-Württemberg mit seiner Autobauerindustrie sehr stark betroffen.

Um Fahrverbote zu verhindern werden die Autobauer wohl die Umrüstungen kostenfrei für den Fahrzeughalter durchführen müssen. Neben Stuttgart sind auch Teilfahrverbote in München, Hamburg, Berlin, Frankfurt und Düsseldorf im Gespräch.

Stand: 19.05.17, Die Welt

 

Diesel: Volvo entwickelt keine neuen Dieselmotoren mehr

Während BMW Chef Harald Krüger Anfang Mai verkündete, er halte den Dieselmotor für unerlässlich zur Erreichung der EU Klimaziele in 2021, hat Volvo sich nun entschlossen, kein Geld mehr in die Entwicklung zu investieren. Es werde nur noch der 2013 eingeführte Motor an die Abgaswerte anpasst, eine Neukonstruktion wäre zu teuer.

Dieselfahrzeuge haben niedrigere CO2 Werte als Benziner, jedoch einen höheren Stickoxidausstoß. Neben BMW werden sowohl VW als auch Daimler in die Weiter-entwicklung der Dieselmotoren investieren. Für Daimlerchef Zetsche sind Diesel ein Teil der Lösung für die Übergangszeit bis sich Elektroautos am Markt durchgesetzt haben.

Stand: 18.05.17, Rhein-Neckar-Zeitung

 

Diesel: verringerter Schadstoffausstoß über Software

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat sich mit der Autoindustrie getroffen, die überraschender Weise ein Konzept zur Umrüstung von älteren Dieselmotoren vorgelegt hat. Dazu sind wohl keine Umbauten notwendig, sondern die Motorsteuerung könnte über die Software derart optimiert werden, dass die Stickoxidbelastung drastisch reduziert wird.

Dies würde zu Entwicklungskosten von voraussichtlich zweitstelligen Millionenbeträgen führen, da die Software für alle Modellvarianten aller Hersteller angepasst werden müsste. Die Kosten dafür sollen von den Automobilherstellern übernommen werden. Die Landesregierung will keine Kosten übernehmen und den Kunden können diese Kosten nicht aufgebürdet werden.

Selbst wenn dies so umgesetzt werden könnte: Dieselfahrzeuge, die nach Nachrüstung weniger Stickoxid ausstoßen können, müssten eine neue Typgenehmigung erhalten, also dem Kraftfahrtbundesamt zur Prüfung vorgestellt werden. Da diese Fahrzeuge aber u.U. einen höheren Kraftstoffverbrauch haben, dürfte die neue Typgenehmigung nicht so einfach zu erlangen sein. Hier will die Autoindustrie Rechtssicherheit haben, bevor mit einer Nachrüstung begonnen wird.

Stand: 12.05.17, Die Welt

 

Umweltvignetten in einigen Städten Frankreichs notwendig

Die Vignette nennt sich Crit'air (Certificat Qualité de l'Air). Es gibt je nach Motorisierung, Schadstoffausstoß und Fahrzeugalter eine von sechs verschiedenen Vignettentypen, oder gar keine, wenn das Fahrzeug zu alt ist.

Die französische Umweltzone heisst "zones à circulation restreinte" (ZCR) und kann von den Gemeinden eingerichtet werden. In diesen Zonen ist die Vignette Pflicht. Bisher gab es solche Umweltzonen in Paris, Lyon und Grenoble, Straßburg und andere sollen folgen.

Die Vignette kann online unter www.certificat-air.gouv.fr beantragt werden und kostet 4,80 Euro bei Versand in die europäische Union. Die Webseite hat auch einen deutschen Text. Der Antrag muss rechtzeitig vor Abreise geschehen, da die Plakette per Post zugesandt wird.

Das Bußgeld für Fahren ohne Vignette beträgt zwischen 68 und 135 Euro.

Stand: 08.05.17, Außenwirtschaft aktuell, IHK Rhein-Neckar, Ausgabe 03/2017, website www.certificat-air.gouv.fr

 

VW setzt weiterhin auf Diesel

Für Herbert Diess, VW Markenchef, hat der Diesel eine große Zukunft, insbesondere in Europa. Dies liegt zum einen daran, dass die Kunden Dieselfahrzeuge lieben, zum anderen brauche man den Diesel, um das Flottenziel der EU beim Kohlendioxidausstoß zu erfüllen. Zwar stoßen Dieselfahrzeuge mehr giftiges Stickoxid, dafür aber weniger CO2 aus als Benziner.

Zu erwarten ist allerdings, dass Dieselfahrzeuge 1.500 bis 2.000 Euro teurer werden, weil die Motoren verbessert werden müssen, um die Obergrenzen einzuhalten.

Stand: 06.05.17, Quelle: DIE WeLT

 

Feinstaub und CO2 in der Dieseldebatte

Jetzt hat sich auch BMW-Chef Harald Krüger erwartungsgemäß kritisch zu der Dieselmotorendiskussion geäussert. Die Klimaziele ließen sich ohne Dieselmotoren nicht erreichen. Ein Euro-6-Diesel verbrauche 25 Prozent weniger Kraftstoff als ein Benziner. Er stoße ausserdem 15 Prozent weniger CO2 aus.

Volkswagen hat inzwischen 72 Prozent der 2,6 Millionen betroffenen Dieselfahrzeuge in Deutschland umgerüstet, europaweit sind es über 50 Prozent. Weltweit geht es um etwas 11 Millionen Fahrzeuge der VW-Gruppe.

Stand: 05.05.17

 

Diesel-Fahrverbote für verschiedene Städte?

Am Donnerstag 4. Mai sollte in Stuttgart ein Treffen zwischen Industrie, Politik und Wissenschaftlern stattfinden, in dem es um die Nachrüstung von Dieselmotoren der Klasse 5 gehen sollte. Das Treffen wurde verschoben und soll kurzfristig nachgeholt werden.

Die Städte stehen unter Druck, die Vorgaben der EU zur Luftreinhaltung einzuhalten und die Autobauer verzeichnen allein im April ein 19,3 prozentiges Absinken der Neuzulassungen. Technisch scheint es möglich zu sein, Euro-5-Diesel nachzurüsten, getestet wurden solche Nachrüstungen bisher nicht. Die Kosten für die Umrüstungen sollen durch die Autohersteller und dem Steuerzahler übernommen werden, der Fahrzeughalter soll, so die aktuelle Lage, nicht zur Kasse gebeten werden.

Sobald die Nachrüstungen für Euro-5-Fahrzeuge erhältlich sind, werden wir sie selbstverständlich anbieten und hier ankündigen.

Hamburg plant zwei Abschnitte großer Straßen für Dieselfahrzeuge, die nicht der Euro-6-Norm entsprechen, zu sperren. In Stuttgart ist dies für die Innenstadt ab 2018 geplant. Die DHU hat Klagen für mehrere Städte eingereicht, weil die Schadstoff-grenzwerte stellenweise überschritten werden. Dies betrifft Aachen, Berlin, Bonn, Darmstadt, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Gelsenkirchen, Köln, Limburg, Mainz, München, Offenbach, Reutlingen und Wiesbaden.

Aus Sicht des ADAC stellen Fahrverbote eine soziale Ungerechtigkeit dar, weil der Verbraucher sein Euro-5-Dieselfahrzeug im guten Glauben, ein sauberes Fahrzeug zu erwerben, gekauft hat.

Stand: 03.05.17

 

Feinstaub und CO2

Die Diskussion über Dieselfahrzeuge dreht sich im wesentlichen um diese beiden Faktoren: die Feinstaubbelastung und der CO2 Ausstoß.

Mit zwölf Prozent ist der Anteil der Dieselfahrzeuge an Feinstäuben deutlich geringer als bei Kraftwerken und der verarbeitenden Industrie. Die Nachrüstung der Pkw mit Partikelfiltern hat sicher seinen berechtigten Anteil daran.

An den globalen CO2-Emissionen hat Deutschland eine Anteil von (nur) 2,23 Prozent. Wirtschaftsverbände, auch ausserhalb der Automobilindustrie, sehen daher einen großen wirtschaftlichen Schaden, der durch die Beschränkungen für Dieselfahrzeuge enstehen würde, bei gleichzeitigem geringen Effekt für das Klima. Durch die fortdauernde Diskussion ensteht der Eindruck, als würde die Autoindustrie die Hauptverantwortung für die Umweltschäden tragen, was aber durch die Zahlen widerlegt ist.

Stand: 01.05.17

 

Diesel schmutziger als gedacht?

Lt. Deutsche Umwelthilfe (DHU) ist der Stickoxidausstoß bei Diesel-Pkw ein Drittel höher als angenommen, dies haben Test mit verschiedenen Dieselfahrzeugmodellen ergeben. Inzwischen werden Messungen auch bei Temperaturen unter 10 °C berücksichtigt, was bei der herkömmlichen Messmethode nicht der Fall war. Die Abgasreinigung wird bei niedrigen Temperaturen einfach abgeschaltet, dies scheint bei allen Autoherstellern der Fall zu sein.

Für Winfried Kretschmann, Bundesminister in Baden-Württemberg (Grüne), ist der Diesel der neuesten Generation dennoch der beste derzeit verfügbare Verbrennungs-motor. Nach Gesprächen mit den Autobauern glaubt er, dass es den sauberen Diesel auch unter Realbedingungen geben wird. Für ältere Diesel setzt er auf Nachrüstung.

Stand:28.04.17

 

VW erwirkt einstweilige Verfügung gegen DHU

Die Deutsche Umwelthilfe (DHU) hatte die Wirksamkeit der technischen Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen bezweifelt.Volkswagen hat beim Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung erwirkt, die es der Deutschen Umwelthilfe verbietet, unwahre Behauptungen über die Wirksamkeit der technischen Anpassungsmaßnahmen zu verbreiten, die Volkswagen ihren Kunden zur Nachbesserung angeboten hat. Die DHU wird Widerspruch einlegen.

Stand: 07.04.17

 

Neue Abgasnom 6d mit Prüfung im Straßenbetrieb

Die Diskussion um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge geht weiter. Der ADAC hat gemessen, dass ein Drittel der Diesel mit Euro 5 Norm im realen Straßenverkehr besser abschnitten als das schlechteste Drittel mit Euro 6. Erst mit der neuen Norm 6d können Kunden sicher sein, dass die Abgasnorm eingehalten wird.

Ab Herbst sollen die ersten Diesel-Pkw mit der im Straßenbetrieb geprüften Abgasnorm bei den Händlern stehen. Alle anderen stehen ziemlich dumm da: sie haben Diesel-Pkw, die nur eingeschränkt nutzbar sind. Wir können nur hoffen, dass es technische Nachrüstmöglichkeiten geben wird, mit denen die die strengeren Prüfkriterien eingehalten werden können.

Stand: 07.04.17

 

Moos als Feinstaubbekämpfer in Großstädten

Ein Startup Unternehmen stellt in Berlin testweise Mooswände, sogenannte City Trees, auf, um die Luft von Feinstaub zu reinigen. Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler lagern die Moose den Feinstaub in das Geflecht ein und verwerten es als Nährstaub. Sie konnten nachweisen, dass die Luftverschmutzung um bis zu 30 % reduzierbar ist. Getestet wird auch die Wartungsfreundlichkeit der Installationen, damit dieses neue Konzept für Kommunen und z.B. die Bahn attraktiv sind. Hier ist der Link zur Mediathek von 3sat (ab Minute 16:30):

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=65790

Stand: 31.03.17

 

Blaue Plakette - Fahrverbote

Ab 1. Januar 2018 sollen in Stuttgart solche Dieselfahrzeuge bei Feinstaubalarm nicht mehr in die Stadt einfahren dürfen, die nicht die Euro 6 Norm haben. Von 107 000 angemeldeten Dieselfahrzeuge, Pkw und Nutzfahrzeuge, wären davon 73 000 betroffen. Da sich die Verkehrsminister bisher nicht auf die blaue Plakette einigen konnten, wird es spannend, wie dieses Verbot durchgesetzt werden soll: Polizisten kontrollieren die Einfallstraßen, der Ordnungsdienst den stehenden Verkehr? Und: Derzeit sind uns keine Nachrüstmöglichkeiten für ältere Dieselfahrzeuge bekannt, mit denen man nachträglich die EURO 6 Norm erreichen könnte.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert, dass nicht nur an Tagen mit hoher Schadstoffbelastung sondern an allen Tagen Dieselfahrzeuge aus der Innenstadt verbannt werden. Es sollen nur solche Fahrzeuge einfahren dürfen, die auf der Straße getestet die strenge Abgasnorm Euro 6 einhalten. Woher soll der Käufer oder Halter eines Fahrzeugs beurteilen können, inwieweit die Abgasnorm, die in seinen Fahrzeugpapieren steht, eingehalten wird? Und was ist mit allen anderen Fahrzeughaltern...

Gegen die Aufwirbelungen aus dem Straßenverkehr, die auch den gesundheitsschädlichen Feinstaub verursachen setzt Stuttgart für vier Wochen im März testweise drei spezielle Kehrmaschinen ein. Diese soll Körnchen und Reifenabrieb aufnehmen bevor sie zu Feinstaub zermahlen werden.
Der Verband der Automobilindustrie hält eine Umrüstung für Fahrzeuge von Euro 5 auf Euro 6 für technisch zu aufwendig und daher zu teuer. Die deutsche Umwelthilfe ist dagegen ganz anderer Meinung: sie hat die Umrüstung eines Passat von Euro 5 auf Euro 6 betreut und spricht von Umrüstkosten von ca. 1.500 Euro, die durch Steuervorteile noch günstiger gestaltet werden könnten. Bleibt die Frage, was würden Besitzer von Dieselfahrzeugen machen, die die grüne Plakette, aber eben noch nicht Euro 5 haben?

10.03.2017

 

Blaue Plakette wird vorerst nicht eingeführt

Die blaue Plakette, die insbesondere von Bremen, Hessen und Baden-Württemberg favorisiert wird, ist zunächst vom Tisch, da keine Einigung in der Runde der Verkehrsminister erreicht werden konnte. Die blaue Plakette würden solche Fahrzeuge bekommen, die nach der seit September 2015 geltenden Euro 6-Norm zugelassen sind. Für 90% der Dieselfahrzeuge, das wären ca. 13 Mio., würde das heißen, dass sie nicht in die entsprechenden Zonen einfahren dürften..

Stand:07.10.2016, Quelle: autobild.de, ADAC motorwelt 05/2016

 

Aktueller Stand der Fördermittel für Rußpartikelfiltereinbau für Dieselfahrzeuge

Mit Datum 07.10.2016 stehen lt. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle noch ausreichend Fördermittel zur Verfügung.

Der Staat fördert erneut den nachträglichen Einbau von Rußpartikelfiltern für Dieselfahrzeuge mit EUR 260,--. ab 01.01.2016, ABER der Einbau muss bis 30.09.2016 erfolgen. Unsere Schlussfolgerung: es sind nicht alle Mittel abgerufen worden.

Stand:07.10.2016, Quelle: bafa.de

 

Abwrackprämie für Mofas und Roller in Tübingen

Wer in Tübingen sein kraftstoffbetriebenes Mofa oder seinen kraftstoffbetriebenen Roller verschrottet und sich stattdessen ein Zweirad mit Elektromotor kauft, erhält von der Stadt Tübingen 500 Euro. Aus dem städtischen Haushalt wurden 25.000 Euro für dieses Programm zur Verfügung gestellt.

Stand:30.09..2016, Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung Nr. 228

 

Aktueller Stand der Fördermittel für Rußpartikelfiltereinbau für Dieselfahrzeuge

Mit Stand 04.04.2016 stehen lt. Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle noch ausreichend Fördermittel zur Verfügung.

Der Staat fördert erneut den nachträglichen Einbau von Rußpartikelfiltern für Dieselfahrzeuge mit EUR 260,--. ab 01.01.2016, der Einbau muss bis 30.09.2016 erfolgen.

Stand:04.04.2016, Quelle: bafa.de

 

Neue Umweltzonen

Es werden weiterhin neue Umweltzonen eingerichtet, bald wird es 53 Umweltzonen geben, von denen 50 ausschließlich für Fahrzeuge mit grüner Plakette zulässig sind. In Augsburg und Neu-Ulm dürfen auch weiterhin Fahrzeuge mit gelber Plakette einfahren. Lt. Umweltbundesamt erfüllen 90 Prozent der Autos die Abgasstandards, daher wird angestrebt, Umweltzonen zum Beispiel auf Baumaschinen, Dieselloks, Binnenschiffe und/oder andere Verkehrswege auszuweiten.

Hier gibt es einen Überblick über alle Umweltzonen.

Stand: 10.03.2016, Quelle: http://www.umweltbundesamt.de

 

Wieder Zuschuss für Rußpartikelfiltereinbau für Dieselfahrzeuge

Der Staat fördert erneut den nachträglichen Einbau von Rußpartikelfiltern für Dieselfahrzeuge mit EUR 260,--. ab 01.01.2016, der Einbau muss bis 30.09.2016 erfolgen.

Weitere Informationen hier in unserem Shop oder unter Bafa Rußpartikelfilter

Stand: 29.02.2016, Quelle: bafa.de

 

Kurzzeitkennzeichen nur noch mit gültigem TÜV

Ab 1. April 2015 müssen alle Fahrzeuge, für die ein Kurzzeit-Kennzeichen beantragt wirdl, eine gültige Hauptuntersuchung (HU) hinter sich haben, weil das Fahrzeug in den Begleitpapieren konkret benannt werden muss.

Näheres unter Änderungen zum Kurzzeitkennzeichen.

Stand: 09.03.15, Quelle: Bundesministerium für Verkehr http://www.bmvi.de

 

Zuschuss zum Rußpartikelfilter

Der Staat fördert wieder den nachträglichen Einbau von Rußpartikelfiltern für Dieselfahrzeuge mit EUR 260,--. ab 01.01.2015

Nachdem 2012 und 2013 die Fördermittel frühzeitig erschöpft waren werden nunmehr noch einmal 30 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Näheres unter Bafa Rußpartikelfilter

Stand: 09.03.15, Quelle: bafa.de

 

Umweltzonen: Änderungen zum 01.01.2013

Für viele Städte verschärfen sich die Bedingungen zur Einfahrt in die Umweltzonen. Nach Mannheim oder Heidelberg darf zum Beispiel ab 01.01.13 nur noch mit grüner Plakette gefahren werden. Weitere Details unter folgendem >Link des Umweltbundesamtes.

Stand: 03.12.12

 

Jährlicher TÜV kommt nicht

Die technischen KFZ-Untersuchungen sollen europaweit vereinheitlicht werden. Innerhalb der EU Verkehrskommission wurde in den letzen Monaten diskutiert, dass Fahrzeuge ab dem sechsten Jahr oder ab 160.000 km eine jährliche Hauptunter-suchung durchlaufen müssen.

Mehrere Verkehrsminister haben sich gegen diesen Vorschlag gewehrt, daher ist dieser Vorschlag zunächst vom Tisch.

Stand: 05.11.12 Quelle: ADAC, http://www.adac.de

 

ADAC hält Umweltzonen für überflüssig

Anlässlich der weiteren Verschärfung von Umweltzonen in München, Erfurt und Dinsklaken zum 1. Oktober 2012 (Einfahrt nur mit grüner Plakette) kritisiert der ADAC die Beibehaltung der Zonen wider besseren Wissens. Nach ADAC Auswertungen sind bereits 90 % der Pkw mit einer grünen Plakette ausgestattet und somit die Fahrzeuge die keine grüne Plakette erhalten haben, nur noch in sehr geringem Ausmaß vorhanden. Außerdem gäbe es trotz Einführung der Umweltzonen eine überdurch-schnittliche Feinstaubbelastung in deutschen Städten, der Stickstoffdioxidausstoß sei ebenfalls nicht nennenswert zurück gegangen.
Fazit: sehr hoher Verwaltungsaufwand, geringer Nutzen.

Unsere Hotline berät Sie zum Einsatz von Kaltlaufreglern und Zusatzkatalyatoren: 06227-5499944. Rufen Sie einfach an!

Link zum >Nachrüstungs-Shop

Stand: 19.10.2012, Quelle: ADAC Motorwelt, S.16, Oktober 2012

 

Techno Classica Essen und Retro Classics Stuttgart fanden dieses Jahr zeitgleich statt

Obwohl beide Messen in diesem Jahr im März zum gleichen Zeitpunkt stattgefunden haben, war der Besucherandrang auf der Techno Classica mindestens so groß wie im letzten Jahr. Wir hatten unseren Stand, an dem wir unsere Bremsschläuche und Umrüstungen ausgestellt haben, in Halle 9, Stand Nr. 222. Wie bereits im Vorjahr führten wir ausgesprochen gute Gespräche mit Clubs, Restauratoren und Bastlern.

Wir produzieren Bremsschläuche ab Baujahr 1935 und fertigen nach Daten aus unserer Datenbank oder nach Muster. Bei Abgas sind wir zwar spezialisiert auf US Fahrzeuge, bieten jedoch auch für ausgewählte deutsche Fahrzeuge wie Porsche und Mercedes Umrüstsätze an. Wer nicht findet, was er für sein Auto sucht, bitte melden: 06227-5499944.

Link zum >Bremsschlauch-Shop
Link zum >Umrüstungs-Shop

Stand: 02.04.2012

 

Umweltzonen mit gelber und grüner Plakette ab 01.01.2012

Hier ist eine Übersicht der Städte, die ab 01.01.2012 die Stufe 2 der Umweltzonenregelung eingeführt haben. Hier darf nur mit gelber oder grüner Plakette eingefahren werden:

Augsburg Heilbronn Markgrönningen Pleidelsheim
Dinslaken Herrenberg Mühlacker

- Ingersheim
- Freiberg

Dortmund Ilsfeld München Reutlingen
Düsseldorf Karlrsuhe Münster Schwäbisch-Gemünd
Freiburg Leonberg Neuss Tübingen
Halle Ludwigsburg Neu-Ulm Ulm
Heidelberg Magdeburg Pfinztal Urbach
Heidenheim Mannheim Pforzheim Wuppertal

Bis auf Dinslaken, Dortmund, Düsseldorf,, Neuss, Neu-Ulm und Wuppertal steht bereits jetzt schon fest, dass die Stufe 3 in diesen Städten per 01.01.2013 eingeführt wird. Dann darf dort nur noch mit grüner Plakett eingefahren werden.

Stand: 10.01.12, Quelle: ADAC Motorwelt, S.72, Januar 2012

 

Ab 2013: Nur noch grüne Plaketten in Umweltzonen erlaubt.
Handeln Sie sofort, wenn Ihr Auto noch nicht umgerüstet ist!

Für die Umweltzonen ist das Startdatum der 01.01.2013. An diesem Tag dürfen nur Fahzeuge mit grüner Plakette in die Umweltzonen einfahren. In Stuttgart gilt dies bereits ab 01.01.2012. Bei uns im Shop finden Sie für viele Fahrzeuge einen Nachrüstsatz. Alle Nachrüstsätze sind mit ABE. Link zum >Shop

Stand: 09.12.11, Quelle: ADAC Motorwelt, Dezember 2011, S. 93

 

EURO 2 Nachrüstung für VW T4 ab sofort erhältlich

Ab sofort erhalten Sie von uns die Nachrüstung mit Katalystor für den VW T4 Bus und Pritschenwagen. Unser Vorkatalysator ist nachrüstbar für Fahrzeuge mit 81 KW und 2461 ccm. Hier geht es direkt zum Artikel im >Shop

Stand: 16.11.11

 

330 Euro für Rußpartikelfilter-Nachrüstung ab 2012

Die Förderung für die Nachrüstung von Rußpartikelfiltern wird für 2012 wieder aufgenommen. Gefördert wird mit einem Barzuschuß von 330 Euro für Diesel-Pkw und leichte Dieselnutzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 Tonnen.

30 Millionen Euro hat der Haushaltsausschuss des Bundestages zur Verfügung gestellt, damit können 90.000 Fahrzeuge nachgerüstet werden. Für die Abwicklung ist wieder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zuständig. Anfang 2012 wird dazu die Förderrichtlinie veröffentlicht. Ausführlicher >hier

Stand: 14.11.11, Quelle: http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsfoerderung/pmsf/index.html

 

EURO 2 Nachrüstung für VW Bus T4 in Kürze erhältlich

Der Antrag von A1! ProDiTec auf ABE für die Nachrüstung mit Katalystor für den VW Bus T4 liegt derzeit in Bearbeitung beim KBA. In ca. vier Wochen werden wir schätzungsweise lieferbereit sein. Unser Vorkatalysator wird nachrüstbar sein für Fahrzeuge mit 81KW/4500 und 2461 ccm.

Stand: 21.10.11

 

Neue Umweltzonen in Deutschland durch Urteil des Verwaltungs-gerichts Wiesbaden?

Die Deutsche Umwelthilfe berichtet von einer Klägerin, die in Wiesbaden ihr Recht auf Luftreinheit gegen die Nichteinhaltung der Stickoxidgrenzen (NO2) durchsetzen konnte. Gleichzeitig wurde erstmals entschieden, dass nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Verbände ihr Recht auf saubere Luft durchsetzen können. Die DUH wird Kläger gegen Luftverunreinigung unterstützen und erwartet als Folge des Urteils weitere Umweltzonen in Deutschland. Ausführlicher unter folgendem >Link.

Stand: 17.10.11, Quelle: http://www.duh.de/pressemitteilung.html

 

Neuer Spezialshop für Bremschläuche

Unser Spezialwebshop für Bremsschläuche und Zubehör ist freigeschaltet und enthält ein Suchprogrramm, mit dem der passende Bremsschlauch für Ihr Fahrzeug gefunden werden kann.
Wir haben in unserer Datenbank Bremsschläuche / Bremssleitungen aus Gummi für Fahrzeuge ab Jahrgang 1935, sodass wir für Oldtimer, Sonderfahrzeuge und Serienfahrzeuge einen Großteil abdecken können. Die Datenbank wird beinahe täglich aktualisiert. Bitte kontaktieren Sie uns, falls Ihr Bremsschlauch nicht gefunden wurde.

>Hier geht es zu unserem Bremsschlauchshop.

Stand: 05.09.2011

 

Aktualisierung zu Umweltzonen

Krefeld startete ab 01.01.2011 mit der Stufe 2 (nur Fahrzeuge mit gelber oder grüner Plakette), Leipzig am 01.03.2011 mit Stufe 3 (nur Fahrzeuge mit grüner Plakette).

Augsburg und Osnabrück verschärften im Januar auf Stufe 2 (nur gelbe und grüne Plakette), Düsseldorf, Neuss und Wuppertal sperren seit März Fahrzeuge mit roter Plakette aus.

Das Bundesumweltamt führt eine aktuelle Liste >hier geht es zu der Websseite.

Stand: 10.03.2011

 

Bremsschläuche und Servoschläuche für Oldtimer

In Kürze erhalten Sie bei uns Bremsschläuche aus Gummi oder Stahlflex und auch Servoschläuche sowie Fittings für Oldtimer. Wir unterhalten eine umfangreiche Datenbank mit entsprechenden Informationen zu vielen Fahrzeugen. Alternativ können wir den vorhanden alten Bremsschlauch oder fertigen einen Nachbau nach Muster an.

Stand: 24.01.2011

 

Verschärfung der Umweltzonen in 2011

Einige Städte, die bisher noch keine Umweltzone eingeführt hatten, führen diese in 2011 ein und gehen gleich von der Stufe 1 (rote, gelbe und grüne Plaketten erlaubt) auf die Stufe 2 (nur gelbe und grüne Plaketten erlaubt). Andere Städte wie z.B. Augsburg, Düsseldorf, Osnabrück, Wuppertal hatten bereits Umweltzonen und verschärfen in 2011 auf die Stufe 2.

Gleichzeitige Einführung Stufe 1 und 2:
- Mark-Gröningen, Einführung ab 01.07.2011
- Leipzig, Einführung ab 01.03.2011

Verschärfung von Stufe 1 auf Stufe 2:
Augsburg ab 01.01.2011
Düsseldorf ab 01.01.2011
Osnabrück ab 03.01.2011
Wuppertal ab 01.01.2011

Details auf der Seite des Bundesumweltamtes >hier

Stand: 22.11.2010

 

Abgasreinigung auch für Nutzfahrzeuge gefordert

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert für Nutzfahrzeuge Abgasreinigungssysteme. Busse, Lkw und Baumaschinen sollen nach Vorstellung der DUH zukünftig nach neuestem technischen Stand ausgerüstet sein, um die EU Umweltschutzkriterien zu erfüllen. Näheres ist nachzulesen unter folgendem Link.

Stand: 27.09.10

 

Rußpartikelfilter: Einbau schnell veranlassen

Die Deutsche Umwelthilfe erinnert daran, dass die Förderung für Dieselfahrzeuge zur Nachrüstung mit Rußpartikelfiltern am 31.12.10 ausläuft. Näheres ist nachzulesen unter folgendem Link.

Stand: 10.09.10

 

Kaltlaufregler für Chrysler/Dodge 3,8 l, Honda Civic (EE8/EE9) und Ford Mustang lieferbar

Unsere Kaltlaufregler sind ab sofort auch für folgende Fahrzeuge lieferbar:

  • Chrysler/Dodge 3,8 l
  • Ford Mustang 5,0 l
  • Honda Civic (EE8/EE9)

Hier ist der Link zum Online Shop.

Stand: 29.07.2010


Stuttgart: keine Fahrzeuge mit roter Plakette in Umweltzone

Seit 01.07.2010 dürfen in die Stuttgarter Umweltzone Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2 (rote Plakette) nicht mehr hineinfahren. Ab 01.01.2012 wird das Fahrverbot auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe3 (gelbe Plakette) ausgweitet.

Stand: 02.07.2010,
Quelle: http://www.stuttgart.de/feinstaub#headline4c2db6100809d

 

Weitere Abgasnachrüstsysteme lieferbar

Die Kaltlaufregler mit ABE zur Aufrüstung von EURO1 auf EURO2 bzw. D3 sind ab sofort wieder erhältlich:

- Chevrolet/Buick/Oldsmobile/Cadillac 5,0 l

- Ford 4,0 l

- Honda 1,6 l und 2,0 l

- Jeep 2,5 l und 4,0 l

- Opel 2,4 l

Detailinformationen können Sie unter dem Link Webshop KC Autoteile  oder per Telefon 06227-5499944 erhalten.

Stand: 06.05.2010

 

Abgasnachrüstsysteme wieder lieferbar

Unsere Kaltlaufregler und Katalysatoren zur Abgasnachrüstung von EURO1 auf EURO2 bzw. D3 oder D4 sind ab sofort für viele amerikanische Fahrzeuge und Mercedes 230 GE mit ABE lieferbar. Im Ebay Shop können Sie bereits Ihre Bestellung tätigen, unser Webshop wird derzeit noch aktualisiert.

Stand: 08.02.2010

 

 

 

Wir beraten Sie gerne unter Tel.-Nr.: 06227-5499944

 

 

Weitere Informationen:

> abgasplaketten

> Fahrverbot

> Steuerbonus

> Umweltzonen

> Wohnmobile Kfz-Steuern